Irak und Afghanistan Obama schickt neue Botschafter in Krisenstaaten

Vom Befehlshaber zum Botschafter: Präsident Barack Obama hat Generalleutnant Karl Eikenberry zum höchsten US-Diplomaten in Afghanistan ernannt. Im Irak übernimmt Christopher Hill den Job. Er ist derzeit im Außenministerium.


Washington - Neue Botschafter für die Krisenherde: Mit Karl Eikenberry tritt ein erfahrener Militär den Job als Botschafter in Afghanistan an. Er sammelte schon einschlägige Erfahrung als Kommandeur der US-Truppen am Hindukusch. Für ihn räumt der Zivilist William Wood seinen Posten.

Eikenberry hat laut "New York Times" die gegenwärtigen Probleme Afghanistans bereits frühzeitig erkannt. Ihm wird zudem ein gutes Verhältnis zum Präsidenten Hamid Karzai nachgesagt.

Eikenberry ist derzeit Vize-Vorsitzender des militärischen Komitees der Nato in Brüssel. Seine militärische Laufbahn führte ihn bereits nach Hawaii, Korea, Italien und China, wo er in verschiedenen strategischen und politischen Positionen diente. Neben der Militärakademie absolvierte er ein Ostasienstudium an der Harvard-Universität und studierte Politikwissenschaften an der renommierten Stanford-Universität. Sein besonderes Interesse gilt der Geschichte des chinesischen Militärs und Sicherheitsfragen im Asien-Pazifik-Raum, über die er schon mehrere Artikel veröffentlicht hat.

Im Irak kommt mit Christopher Hill ein Karrierediplomat zum Zuge. Er ist derzeit im Außenministerium für die Region Ostasien und Pazifik zuständig und war zuvor Botschafter in Südkorea. In der Funktion vertrat er die USA bei den Sechs-Parteien-Gesprächen über das umstrittene Atomprogramm Nordkoreas. Hill löst in Bagdad Botschafter Ryan Crocker ab.

als/dpa/Reuters



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