Irak Uno-Belegschaft bittet Annan um Abzug

Zwei Uno-Gewerkschaften, die gemeinsam mehr als 50.000 Mitarbeiter der Organisation in aller Welt vertreten, haben Generalsekretär Kofi Annan zum Abzug ihrer Kollegen aus dem Irak aufgefordert. Die Sicherheit der Uno-Wahlexperten sei nicht gewährleistet, heißt es in ihrem Brief.


Anschlag auf das Uno-Hauptquartier in Bagdad im August 2003: "Zielscheibe für Terrororganisationen"
AFP

Anschlag auf das Uno-Hauptquartier in Bagdad im August 2003: "Zielscheibe für Terrororganisationen"

New York - "Betrüblicherweise sind die Vereinten Nationen zur direkten Zielscheibe für unbarmherzige extremistische Terrororganisationen geworden", schreiben die Gewerkschaften. Derzeit befinden sich 35 Uno-Mitarbeiter im Irak, die bei der Vorbereitung landesweiter Wahlen im Januar 2005 helfen sollen.

Annans Sprecher, Fred Eckhard, erwiderte auf Anfragen, dass die Organisation nach Wegen suche, wie sie ihre Aufgabe im Irak erfüllen kann, ohne das Leben ihrer Mitarbeiter aufs Spiel zu setzen. Den wiederholten Aufrufen von Annan an alle Mitgliedstaaten, Soldaten zum Schutz der UN-Experten zur Verfügung zu stellen, sind bisher kaum mehr als eine Hand voll Länder gefolgt.

"Wir wissen, dass 35 Mitarbeiter im Irak nicht genug sind", räumte Eckhard ein. "Im Moment sehen wir aber keine Möglichkeit, mehr Wahlhelfer in den Irak zu entsenden."

Ein Bombenanschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad am 19. August 2003 hatte 22 Mitarbeiter in den Tod gerissen, darunter auch den damaligen Leiter der Irak-Mission, Sergio Vieira de Mello.

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