Irak US-Soldat gibt Mord an Zivilisten zu

Ein US-Soldat hat sich vor einem Militärgericht in Bagdad des Mordes für schuldig bekannt. Er gab zu, damit gegen internationales Kriegsrecht verstoßen zu haben. Im August dieses Jahres tötete er vorsätzlich einen wehrlosen irakischen Zivilisten - und nannte das einen "Gnadenschuss".

Bagdad - Zu der Tötung war es im Bagdader Schiiten-Viertel Sadr-City gekommen, als der junge Iraker Kassim Hassan aus einem irrtümlich von US-Truppen beschossenen Müllauto schwer verletzt herausfiel. Er habe ihm den Gnadenschuss geben wollen, begründete Feldwebel Johnny Horne seine Tat.

Während der damaligen Schiitenaufstände in Nadschaf und Kerbela gingen die irakischen Sicherheitskräfte und die US-Armee auch in Sadr-City gegen Aufständische vor. Wie ein US-Militärsprecher mitteilte, wird das Urteil gegen Horne für Samstag erwartet.

Unterdessen meldete der arabische Nachrichtensender al-Arabija, beim Zusammenstoß zweier Hubschrauber über der nordirakischen Stadt Mossul seien zwei US-Soldaten ums Leben gekommen. Vier weitere Amerikaner seien bei dem Zwischenfall verletzt worden.

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