Irak Viele Tote bei Doppel-Anschlag auf iranische Pilger

Zwei Anschläge haben im Irak schiitische Pilger aus Iran in den Tod gerissen: In der Stadt Kerbela explodierte neben einem Bus eine Autobombe. Wenige Stunden später verübten Extremisten auch im benachbarten Nadschaf ein Attentat.


Bagdad - In Kerbela im Süden des Irak sprengte sich nach Behördenangaben ein Selbstmordattentäter neben einem Bus in der Nähe einer Moschee im Stadtzentrum von Kerbela in die Luft. Mindestens zwölf Menschen wurden dabei getötet, die meisten von ihnen schiitische Pilger aus Iran. Weitere 36 Menschen wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde verletzt.

In der Nachbarstadt Nadschaf explodierte wenige Stunden später eine zweite Autobombe neben einem Bus. Zur Zahl der Opfer dieses Anschlages lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor.

Für schiitische Muslime sind Kerbela und Nadschaf die wichtigsten Wallfahrtsorte in der Welt. Hinter den Anschlägen werden sunnitische Extremisten wie etwa Kämpfer des Terrornetzwerks al-Qaida vermutet, die ein Wiederaufflammen der Gewalt zwischen den Religionsgruppen provozieren wollen.

anr/als/dpa



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