Irakisches Öl Anschlag auf Pipeline

Nahe Bagdad ist eine Pipeline explodiert und steht in Flammen. Das irakische Ölministerium erklärte, es handele sich ganz eindeutig um Sabotage. Trotz des Zwischenfalls konnte der Irak erstmals seit Kriegsende wieder Öl exportieren.


Nach Angaben des Ölministeriums in Bagdad wurde die Explosion durch Sabotage verursacht. "Der Vorfall ist ein Sabotageakt. Die Pipeline ist absichtlich gesprengt worden", sagte ein Vertreter des Ölministeriums.

In der türkischen Hafenstadt Ceyhan beluden am Sonntag Arbeiter den Frachter "Ottoman Dignity" mit dort gelagertem Rohöl aus dem Irak. Das Schiff soll das Öl in eine türkische Raffinerie in der Ägäis bringen. Der Zeremonie wohnten Vertreter von Politik und Wirtschaft aus den USA, der Türkei und dem Irak bei. Der Erlös aus dem Verkauf des Öls fließt in einen von Washington kontrollierten Fonds zum Wiederaufbau Iraks.

Eine der Hauptaufgaben im kommenden Jahr sei die Wiederherstellung der Einrichtungen der Ölindustrie, sagte der amtierende irakische Ölminister Thamer el Ghadhban. Unter dem Uno-Programm "Öl für Lebensmittel" exportierte Irak täglich rund 2,1 Millionen Barrel. Experten gehen davon aus, dass es mehr als ein Jahr dauern könnte, bis Irak das Vorkriegsniveau wieder erreicht.

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