Iran Anklage wegen Ehebruchs - Schwestern sollen durch Steinigung sterben

Auf einem Videoband waren sie in Gesellschaft eines fremden Mannes zu sehen - und sollen deshalb gesteinigt werden. Zwei Schwestern aus Iran sind des Ehebruchs für schuldig befunden worden. Einer britischen Zeitung zufolge wurden sie nun zum Tod durch Steinigung verurteilt.


Teheran - Zwei Schwestern aus Iran sind wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. Wie die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" berichtet, hat das das Oberste Gericht die Todesstrafe gegen die beiden Frauen verhängt.

Die beiden Schwestern, die der Öffentlichkeit lediglich mit den Vornamen Zohreh und Azar bekannt sind, wurden im Laufe des Verfahrens des Ehebruchs für schuldig befunden - in Iran ein schweres Verbrechen. Der Ehemann einer der Schwestern hatte ein Video vorgelegt, das die beiden Frauen in Gesellschaft eines anderen Mannes zeigte.

Die Schwestern hatten zwar zugegeben, dass sie auf dem Video zu sehen waren, versicherten aber, dass es zu keinen sexuellen Handlungen mit dem Mann gekommen sei. Auf dem Video seien auch keine derartigen Szenen zu sehen gewesen.

Jabbar Solati, Anwalt der Geschwister, sagte der iranischen Zeitung "Etemad", seine Mandantinnen seien anfänglich wegen "illegaler Beziehungen" angeklagt und zu 99 Peitschenhieben angeklagt worden. Erst in einem zweiten Verfahren wurde dann die Todesstrafe durch Steinigung wegen Ehebruchs verhängt.

amz



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