Iran Behörden lassen elf Extremisten hinrichten

In Iran sind elf Mitglieder der radikalen sunnitischen Gruppierung Dschundallah hingerichtet worden. Die Männer wurden in der Stadt Sahedan gehängt. Ihnen war vorgeworfen worden, Bombenanschläge begangen zu haben.


Teheran - In Iran sind am Montag elf Mitglieder der Gruppierung Dschundallah gehängt worden. Den militanten Sunniten wurden mehrere Bombenanschläge zur Last gelegt. Die Männer wurden im Morgengrauen in Sahedan, der Hauptstadt der Provinz Sistan-Balutschistan hingerichtet, wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den Leiter der Justizbehörde meldete.

Die Gruppe Dschundallah ("Soldaten Gottes") ist für eine Reihe von Terroranschlägen auf die iranischen Streitkräfte sowie die Zivilbevölkerung verantwortlich. Sie bekannte sich auch zu dem

Anschlag auf eine schiitische Moschee in Schabahar am vergangenen Mittwoch, bei dem 39 Menschen ums Leben kamen.In den vergangenen Jahren hat es wiederholt Anschläge in der an Pakistan und Afghanistan grenzenden Provinz Sistan-Belutschistan gegeben, für die meist die "Soldaten Gottes" verantwortlich zeichneten. Diese kämpfen nach eigener Darstellung für die Rechte der sunnitischen Minderheit.

In einem anderen Gefängnis in Zentraliran wurde eine fünffache Mörderin hingerichtet. Die Frau hatte nach Medienberichten fünf Frauen getötet, das Todesurteil war kurz zuvor vom Obersten Gericht des Landes bestätigt worden. Nach Angaben der Agentur Irna wurde die Frau bereits am Sonntag in Kaswin gehängt.

ffr/dpa/dapd



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