Terror in Teheran Iranische Behörden nehmen 41 Verdächtige fest

"Agenten des IS": Das iranische Innenministerium hat mehr als drei Dutzend Menschen festgenommen. Sie sollen am Doppelanschlag von Teheran beteiligt gewesen sein.

Polizisten in Teheran (Archiv)
DPA

Polizisten in Teheran (Archiv)


In vielen Teilen Irans hat es in den vergangenen 48 Stunden Razzien gegeben: In Teheran und den nordwestlichen Provinzen Kermanschah, Kurdistan und West-Aserbaidschan. Die Behörden waren auf der Suche nach Personen, die für die beiden Anschläge in Teheran am Mittwoch verantwortlich sind. Das Ergebnis: 41 Verdächtige mit angeblichen Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) wurden festgenommen, außerdem seien zahlreiche Waffen und Unterlagen sichergestellt worden.

Am Mittwochvormittag hatten Attentäter das Parlament im Zentrum von Teheran und das Mausoleum des Revolutionsführers Khomeini südlich der Hauptstadt gestürmt und 17 Menschen getötet.

Die Attentäter wurden als iranische IS-Mitglieder identifiziert, nachdem sich die sunnitische Extremistengruppe noch während des Anschlags zu der Tat bekannt hatte.

Das Geheimdienstministerium teilte am Freitag mit, die Verdächtigen seien "Agenten" der Extremistengruppe, "Einsatzteams" und "ihre wichtigsten Koordinatoren".

Zuvor hatten die mächtigen Revolutionsgarden Saudi-Arabien für die Tat mitverantwortlich gemacht. Das sunnitische Königreich und die schiitische Republik verbindet seit Jahrzehnten eine Rivalität.

dop/Reuters/AFP



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