Vor Gibraltar beschlagnahmt Iran bestellt britischen Botschafter wegen Öltanker ein

Die britische Marine hat einen Tanker vor Gibraltar festgesetzt - mutmaßlich beladen mit Öl aus Iran. Das iranische Außenministerium bezeichnet den Vorgang als "illegal" und hat den Botschafter einbestellt.

"Grace 1": Europäische Behörden haben das Schiff festgesetzt
Stringer/ REUTERS

"Grace 1": Europäische Behörden haben das Schiff festgesetzt


Vor Gibraltar hat die britische Marine einen Öltanker festgesetzt - dagegen hat die iranische Regierung nun protestiert. Die Beschlagnahmung sei "illegal" gewesen, teilte das Außenministerium mit. Deshalb hat es den britischen Botschafter in Teheran, Rob Macaire, einbestellt. Der Tanker soll Öl aus Iran geladen haben und auf dem Weg nach Syrien gewesen sein. Beides wären Verstöße gegen internationale Sanktionen.

Das Schiff, das unter der panamaischen Flagge fährt, wurde bei der Einfahrt ins Mittelmeer beschlagnahmt, nachdem es aus dem Persischen Golf kommend um den afrikanischen Kontinent herumgefahren war.

In einem Videostatement sagte Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo, es gebe gute Gründe anzunehmen, dass die "Grace 1" auf dem Weg zur staatlichen Banjas-Raffinerie in Syrien war. Die Raffinerie ist von EU-Sanktionen betroffen.

Die Nachrichtenagentur Reuters sowie "Lloyd's List", die weltweit führende Zeitung in der Marineindustrie, berichten von Daten, die zeigen, dass die "Grace 1" an der iranischen Küste beladen worden war. In den Papieren des Tankers sei hingegen angegeben, dass das Öl aus dem Irak stamme.

Seit Anfang Mai will US-Präsident Donald Trump Ölexporte aus Iran komplett verhindern. Möglichen Käufern droht er mit Sanktionen. Iran nannte das Vorgehen Trumps einen "wirtschaftlichen Krieg". Damit ist der Vorfall auch für die anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Teheran von großer Bedeutung.

vks/Reuters



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