Korruptionsvorwürfe Fünf Jahre Haft für Bruder von Irans Präsident Rohani

Gegen eine Zahlung von 9,3 Millionen Dollar war Hossein Fereydoun zwischenzeitlich freigekommen. Nun wurde der Bruder des iranischen Staatschefs Rohani in zweiter Instanz zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

Iranischer Außenminister Javad Zarif (l.) und Hossein Fereydoun (r.)
ATTA KENARE/ AFP

Iranischer Außenminister Javad Zarif (l.) und Hossein Fereydoun (r.)


Der Bruder des iranischen Präsidenten Hassan Rohani ist wegen Korruption zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Hossein Fereydoun sei von einem Berufungsgericht schuldig befunden worden, doch sei die in erster Instanz verhängte Haftstrafe von sieben Jahren auf fünf Jahre reduziert worden, sagte der iranische Justizsprecher Gholamhossein Esmaili. Das Urteil ist demnach endgültig. Es blieb aber offen, ob Fereydoun sogleich festgenommen wurde.

Der Bruder und Sonderberater des Präsidenten war im Juli 2017 wegen "Finanzdelikten" festgenommen worden, doch gegen Zahlung einer Kaution von umgerechnet 9,3 Millionen Dollar am Folgetag wieder freigekommen.

Im Februar begann sein Prozess, doch wurden in den Medien seitdem nur wenige Details bekannt. Laut dem Justizsprecher muss er zusätzlich zu seiner Haftstrafe ein "Bußgeld" zahlen sowie die erhaltenen "Bestechungsgelder" erstatten.

bam/AFP



insgesamt 2 Beiträge
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draco20007 01.10.2019
1.
Man könnte meinen im Iran geht es rechtsstaatlicher zu als in den US of A
kuestenvogel 01.10.2019
2. Bei Pars Today liest man nichts
http://parstoday.com/de Neben RT die Sprachrohre auf deutsch. Vielleicht gibt es internationale Berater, die Glaubwürdigkeit vermitteln? ;) Zumindest geben diese Medien einen Einblick, wie die Bevölkerung des jeweiligen Landes denkt, verschroben aus westlicher Sicht, aber immerhin. Die Bevölkerung kann man ja nicht befragen. Schade, sonst könnten wir voneinander lernen, anstatt uns zu bekriegen.
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