Plakat-Panne Iraner werben mit israelischen Soldaten

Mit einem Plakat wollte eine Stadt im Süden Irans heimische Kämpfer ehren. Dummerweise zeigte es Soldaten des Erzfeindes Israel. Peinlich für den Bürgermeister.

Originalfoto aus Israel
Simon Studler/ unsplash

Originalfoto aus Israel


Ein iranischer Bürgermeister hat sich einem Bericht zufolge dafür entschuldigt, dass auf einem Plakat zur Ehrung der Veteranen des Iran-Irak-Kriegs versehentlich israelische Soldaten gezeigt wurden. "Ein solch schändliches Plakat während der Woche der heiligen Verteidigung aufzuhängen, war ein unverzeihlicher Fehler", sagte der Bürgermeister der südiranischen Großstadt Schiras, Heidar Eskandarpur, laut der Nachrichtenagentur Tasnim.

Das an einer Kreuzung der Stadt aufgestellte Plakat zeigte drei Soldaten in Rückenansicht vor einem Wolkenmeer neben einer Zeile aus einem persischen Gedicht. Es wurde anlässlich des Jahrestags des Beginns des Iran-Irak-Kriegs am 20. September 1980 aufgestellt, der in Iran als "die heilige Verteidigung" bezeichnet wird. Laut Tasnim zeigt das Foto jedoch keine Iraner, sondern Israelis, die an ihren Uniformen und Waffen leicht als solche zu erkennen sind.

Außerdem wurde laut dem Bericht aus dem Originalfoto eine Soldatin herausretouchiert, bevor es für das Plakat verwendet wurde. Medienberichten zufolge wurden zwei Mitarbeiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit gefeuert. In Onlinenetzwerken erntete das Plakat Ärger und Spott.

asa/AFP

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HerrPeterlein 28.09.2018
1. Iran und Israel sind sich nah
Auch wenn das nur ein unbedeutender Fehler war, es zeigt mir wie ähnlich beide Länder sind. Es dominiert eine Minderheit durch Religion und Militär vieles in dem Land, die Menschen im Land sind egal. Man könnte auch die Führung beider Länder 1:1 tauschen, mit keinerlei Auswirkung.
mbockstette 28.09.2018
2. weder Hinrichtungen noch Steinigungen
Zitat von HerrPeterleinAuch wenn das nur ein unbedeutender Fehler war, es zeigt mir wie ähnlich beide Länder sind. Es dominiert eine Minderheit durch Religion und Militär vieles in dem Land, die Menschen im Land sind egal. Man könnte auch die Führung beider Länder 1:1 tauschen, mit keinerlei Auswirkung.
Würden die Regierungen ausgetauscht werden, dann gebe es im Iran weder Hinrichtungen noch Steinigungen. Auch die Wirtschaft käme auf die Beine und die Künste würden sich frei entfalten können. Ganz zu schweigen von den vielen Tausend unfreiwilligen iranischen Exilanten in Europa und den USA, die nicht in ihre Heimat zurückkehren können, weil mit ihnen ansonsten "kurzer Prozess" gemacht würde. Nicht einmal die Araber kämen auf die Idee, den Iran auf die gleiche Stufe mit Israel zu stellen. Die halten den Iran im Vergleich zu Israel, für eine schiitische Bedrohung der ganzen Region.
steinhai 29.09.2018
3. Falsch. @mbockstette
Die Regierung hat Steinigung schon vor vielen Jahren verboten und es gibt seit einigen Jahrzehnten keine Steinigung mehr. Exilanten werden ebenfalls nicht verfolgt wenn sie nicht gerade Morde oder schwere Verbrechen begangen haben. Die Exilanten können jederzeit neue Pässe in der Botschaft beantragen und ohne Probleme in den Iran zurückkehren oder Urlaub machen. Terroristische Organisationen wie Mujahedin natürlich ebenfalls ausgenommen die tausende Iraner auf dem Gewissen haben und noch bis vor wenigen Jahren in Europa und Amerka auf der Terror Liste standen. Diese Personen die vor allem, aus Frankreich agieren sind Mörder und können meinet wegen in Europa bleiben wo sie geschätzt werden. Ansonsten wird keinem Exilanten der kurze Prozess gemacht. Da sind sie falsch informiert von der westlich/Israelischen Propaganda. Hinrichtungen werden bei schweren Vergehen vorgenommen und nur dann, wenn die hinterbliebenen Familien der Opfer nicht einer Begnadigung zustimmen sollten. Die Araber die sie nennen sind unterstützer der Terroristen wie IS oder AlKaida und co. Schiitische Terroristen gibt es nicht. Die sie als Terroristen bezeichnen sind Freiheitskämpfer die sich mit Ihrem Leben vor die Terroristen der Araber und Israelis stellen die die ganze Region bedrohen. Diese Leute verhindern ein Blutbad und beschützen die Region. Mir ist schleierhaft wie man Tatsachen so verdrehen kann und der Propaganda so glauben schenken kann.
mbockstette 08.10.2018
4. ärgert euch grün und blau
Zitat von steinhaiDie Regierung hat Steinigung schon vor vielen Jahren verboten und es gibt seit einigen Jahrzehnten keine Steinigung mehr. Exilanten werden ebenfalls nicht verfolgt wenn sie nicht gerade Morde oder schwere Verbrechen begangen haben. Die Exilanten können jederzeit neue Pässe in der Botschaft beantragen und ohne Probleme in den Iran zurückkehren oder Urlaub machen. Terroristische Organisationen wie Mujahedin natürlich ebenfalls ausgenommen die tausende Iraner auf dem Gewissen haben und noch bis vor wenigen Jahren in Europa und Amerka auf der Terror Liste standen. Diese Personen die vor allem, aus Frankreich agieren sind Mörder und können meinet wegen in Europa bleiben wo sie geschätzt werden. Ansonsten wird keinem Exilanten der kurze Prozess gemacht. Da sind sie falsch informiert von der westlich/Israelischen Propaganda. Hinrichtungen werden bei schweren Vergehen vorgenommen und nur dann, wenn die hinterbliebenen Familien der Opfer nicht einer Begnadigung zustimmen sollten. Die Araber die sie nennen sind unterstützer der Terroristen wie IS oder AlKaida und co. Schiitische Terroristen gibt es nicht. Die sie als Terroristen bezeichnen sind Freiheitskämpfer die sich mit Ihrem Leben vor die Terroristen der Araber und Israelis stellen die die ganze Region bedrohen. Diese Leute verhindern ein Blutbad und beschützen die Region. Mir ist schleierhaft wie man Tatsachen so verdrehen kann und der Propaganda so glauben schenken kann.
Zitat: "Jungfrauen darf man nicht hinrichten, deswegen müssen sie erst vergewaltigt werden. Und nun ärgert euch grün und blau. Ich stehe zum iranischen Staat.Zitat/Ende Und Nobel-Preis-Gewinnerin wurde auch nicht ins Gefängnis gesteckt. Shirin Ebadi erhielt 2003 als erste muslimische Frau den Friedensnobelpreis und lebt seit Ende 2009 im Exil in Großbritannien. https://de.wikipedia.org/wiki/Shirin_Ebadi
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