Iran Chamenei spricht von wachsendem Hass auf die USA

Wie groß muss der Zorn sein? Iran sieht die USA trotz der jüngsten Irak-Gespräche mit Washington als größten Feind Teherans – jeden Tag wachse der Hass auf das Land, sagte Staatsführer Chamenei.


Teheran - Nur wenige Tage nach den jüngsten Irak-Gesprächen zwischen Amerikanern und Iranern hat die Führung in Teheran die USA und Israel als größte Feinde des Landes bezeichnet. Der Hass auf Amerika wachse mit jedem Tag, sagte der iranische Staatsführer Ajatollah Ali Chamenei heute in einer Fernsehansprache.

Chamenei hat in Iran das letzte Wort in allen Staatsangelegenheiten, egal ob es um die Wiederaufnahme von Beziehungen mit den USA oder das umstrittene Atomprogramm seines Landes geht.

Iran und die USA unterhalten seit über 25 Jahren keine diplomatischen Beziehungen mehr. Am Dienstag trafen sich jedoch Vertreter beider Länder und des Iraks, um über die Sicherheitslage im Irak zu beraten. Im Mai hatte bereits eine erste Gesprächsrunde stattgefunden. Die Länder einigten sich auf die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe.

Die Regierung in Washington wirft Iran vor, die Gewalt im Irak anzuschüren. Das Land bestreitet dies. Die Regierungen streiten zudem über das iranische Atomprogramm.

hen/Reuters



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