Konflikt mit Iran USA entsenden weitere Soldaten nach Saudi-Arabien

Im Konflikt mit Iran erhöhen die USA ihre Truppenpräsenz in Saudi-Arabien. Das Pentagon verlegt Hunderte weitere Soldaten in das Land.

US-Soldaten (Symbolbild): Regierung schickt weitere Soldaten nach Saudi-Arabien
REUTERS/US Army

US-Soldaten (Symbolbild): Regierung schickt weitere Soldaten nach Saudi-Arabien


Im Konflikt mit Iran schicken die USA zahlreiche weitere Soldaten nach Saudi-Arabien. Außerdem würden unter anderem zwei Patriot-Raketenabwehrsysteme und zwei Kampfjet-Geschwader zur Verteidigung des Landes dorthin verlegt, teilte das Pentagon mit.

Zusammen mit anderen Entsendungen innerhalb des vergangenen Monats handele es sich um eine Truppenverstärkung von insgesamt 3000 Soldaten in der Region. Seit den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien Mitte September eskalierten die Spannungen zwischen den USA und Iran.

"Die Vereinigten Staaten streben keinen Konflikt mit dem iranischen Regime an", teilte das Pentagon mit. Man werde aber ausreichend Kräfte in der Region vorhalten, um auf Krisen zu reagieren und um Truppen sowie Interessen der USA zu schützen.

Als Reaktion auf den Beschuss der Ölanlagen hatten die USA zuletzt bereits die Entsendung von etwa 200 Soldaten in das Land angekündigt. Das Königreich werde zudem mit einem Raketenabwehrsystem des Typs Patriot und vier Radarsystemen ausgerüstet, teilte das US-Verteidigungsministerium Ende September mit.

Die USA und auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien machen Iran für die die Angriffe verantwortlich, die die Spannungen zwischen den beiden Ländern deutlich verschärft hatten. Iran dementiert jede Verantwortung für die Angriffe.

US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte im September angekündigt, als Reaktion weitere Truppen in die Region zu verlegen. Details hatte er jedoch nicht genannt. Esper hatte gesagt, die Kräfte seien defensiver Natur und auf die Verstärkung der Abwehr von Luft- und Raketenangriffen ausgerichtet.

Es gebe bereits eine "bedeutende Präsenz" von US-Soldaten in der Region, erklärte das Pentagon. An die Verbündeten richtete Washington einen Aufruf: Man erwarte auch von anderen Ländern, die Iran kritisierten, sich an den Bemühungen zu beteiligen, Saudi-Arabien in seiner Verteidigung zu stärken, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Konkrete Staaten nannte er jedoch nicht.

asa/dpa



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