Iranisches Atomprogramm USA und Deutschland sehen Iran am Zug

Bei seinem Besuch in Washington begrüßte Außenminister Steinmeier die Fortschritte in den Gesprächen über das iranische Atomprogramm. Zusammen mit seinem Kollegen Kerry forderte er Iran aber zu mehr Beweglichkeit auf.
Steinmeier und Kerry in Washington: Noch nicht alle Hindernisse überwunden

Steinmeier und Kerry in Washington: Noch nicht alle Hindernisse überwunden

Foto: YURI GRIPAS/ REUTERS

Washington - Die USA und Deutschland haben Iran aufgefordert, auf den letzten Metern der Verhandlungen über sein umstrittenes Atomprogramm noch einmal flexibel zu sein. Iran müsse eine Grundsatzentscheidung treffen, um die Welt zu überzeugen, dass er nicht nach Atomwaffen strebe, sagte US-Außenminister John Kerry nach einem Gespräch mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier in Washington.

Der Westen hoffe, dass sich die verbleibenden Differenzen bei den Verhandlungen in den kommenden Tagen überbrücken ließen. Steinmeier begrüßte, dass es bei den Gesprächen mit Iran Fortschritte gegeben habe. Es seien jedoch noch nicht alle Hindernisse überwunden. Nun müsse Iran Beweglichkeit zeigen.

In den seit Jahren andauernden Streit über das iranische Atomprogramm war zuletzt wieder Bewegung gekommen. Die Verhandlungspartner wollen bis Ende Juni eine Einigung erreichen. Die westlichen Staaten hoffen, dass bis Ende März ein politisches Rahmenabkommen gelingt. Die Gespräche der fünf Uno-Vetomächte und Deutschlands mit Iran sollen kommende Woche auf Ebene der Außenminister fortgesetzt werden.

Im Gespräch ist die Lockerung von Sanktionen gegen Iran, sollte die Regierung in Teheran das umstrittene Atomprogramm einschränken. Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der zivilen Nuklearnutzung an Kernwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.

mka/Reuters/dpa