Festgesetzte "Stena Impero" Iran lässt sieben Crewmitglieder von britischem Tanker frei

Seit Wochen wird der britische Öltanker "Stena Impero" unter iranischer Kontrolle. Jetzt ordnete Teheran die Freilassung von 7 der 23 Besatzungsmitglieder an.

"Stena Impero"
REUTERS

"Stena Impero"


Hoffnung für die Crew der festgesetzten "Stena Impero": Iran bestätigte eine Freilassung von 7 der 23 Besatzungsmitglieder aus humanitären Gründen. "Das Schiff habe zwar gegen hiesige Vorschriften verstoßen, aber wir haben ja keine Probleme mit dem Kapitän und der Crew", sagte Irans Außenamtssprecher Abbas Mussawi laut der Nachrichtenagentur Isna.

Die sieben aus Indien, Russland und Lettland stammenden freigelassenen Crewmitglieder wurden nach iranischen Angaben von dem Kapitän des "Stena Impero"-Tankers ausgewählt. "Sie sind frei und können in ihre Heimat zurückkehren", sagte der Sprecher. Zu einer Freigabe des Tankers selbst sagte Mussawi, dass derzeit ein Gerichtsverfahren in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas laufe. Das Gericht werde dann über die Zukunft des Tankers entscheiden.

Angehörige extrem besorgt über das Schicksal der Crewmitglieder

Das lettische Außenministerium in Riga bestätigte, dass ein aus Lettland stammendes Crewmitglied freigelassen wurde. Nach früheren Angaben der lettischen Seebehörde handelt es sich bei dem 1978 geborenen Mann um den Chefassistenten des Schiffskapitäns. Zugleich forderte Lettland Iran auf, das festgesetzte Schiff und den Rest seiner Besatzung freizulassen. Zuletzt hatten sich Angehörige extrem besorgt über das Schicksal der Crewmitglieder geäußert. Auch der Reedereichef hatte die Freilassung der Besatzung gefordert.

Die "Stena Impero" war im Juli von den iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus festgesetzt worden. Die Meerenge liegt zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Zuvor war der iranische Supertanker "Grace 1" wegen des Verdachts illegaler Öllieferungen für Syrien gestoppt worden.

Nach der Freigabe des iranischen Tankers im vergangenen Monat ist laut Beobachtern auch eine Freisetzung des britischen Schiffes denkbar. Teheran warte auf eine sichere Rückkehr des in "Adrian Darya-1" umbenannten Supertankers nach Iran, um dann auch das britische Schiff freizugeben.

als/dpa



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