Atomkonflikt Iran meldet Festnahme israelischer Söldner

Das Regime in Teheran behauptet, eine "terroristische Gruppe" mit Verbindungen nach Israel aufgedeckt und "mehrere Söldner" festgenommen. Angeblich wurden Bomben und Pistolen beschlagnahmt. Die Meldung kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt - kurz vor dem Neustart der Atomgespräche.
Irans Präsident Ahmadinedschad: Regime meldet Zerschlagung eines Sabotagenetzes

Irans Präsident Ahmadinedschad: Regime meldet Zerschlagung eines Sabotagenetzes

Foto: AFP/ Iranian presidency website

Teheran - Irans offizielle Nachrichtenagentur IRNA berichtet, der Geheimdienst habe eine terroristische Gruppe mit Verbindungen nach Israel offengelegt und mehrere Mitglieder festgenommen.

Demnach seien mehrere "Söldner" in verschiedenen Teilen des Landes festgenommen worden. Unabhängig bestätigen lässt sich die Meldung bislang nicht. Die Regierung in Teheran verkündet regelmäßig die Festnahme oder Hinrichtungen mutmaßlicher amerikanischer oder israelischer Spione. Oftmals werden keine weiteren Informationen herausgegeben.

Irans halboffizielle Nachrichtenagentur Fars berichtet, die Verdächtigen seien festgenommen worden, "während sie die Terrorakte vorbereiteten", und dabei seinen Bomben, Pistolen sowie militärische und Kommunikationsmittel beschlagnahmt worden.

Die Meldung kommt wenige Tage vor der Wiederaufnahme der Gespräche über das iranische Atomprogramm. Ende der Woche wird Teheran mit der 5+1-Gruppe der fünf Uno-Vetomächte und Deutschland in Istanbul verhandeln. Die Gespräche waren im Januar 2011 ergebnislos abgebrochen worden. Bei den Gesprächen wird der Westen laut "New York Times" verlangen, dass Iran seinen Bestand an 20-prozentigem angereicherten Uran aus dem Land schafft und dass die unterirdische Atomanlage Fordo geschlossen wird.

fab/AP/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.