Menschenrechte Uno-Kommissarin kritisiert Hinrichtung von Minderjährigen in Iran

In der iranischen Stadt Schiras sind zwei Jugendliche hingerichtet worden. Die Uno-Kommissarin für Menschenrechte Michelle Bachelet verurteilte den Schritt: "Ich bin entsetzt."

Michelle Bachelet, Hohe Kommissarin der Uno für Menschenrechte, in Genf (März 2019)
DPA

Michelle Bachelet, Hohe Kommissarin der Uno für Menschenrechte, in Genf (März 2019)


In Iran sind nach Angaben des Uno-Menschenrechtsbüros zwei 17-Jährige ohne fairen Prozess hingerichtet worden. Den Jungen wurde Raub und Vergewaltigung vorgeworfen. Einer der beiden habe eine Sonderschule besucht, aber die Gerichte hätten seinen mentalen Zustand nicht geprüft, sagte eine Sprecherin des Büros.

Die Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Uno, Michelle Bachelet, kritisierte die Hinrichtungen scharf. "Ich bin entsetzt", teilte Bachelet in Genf mit. Minderjährige hinzurichten verstoße gegen Menschenrechte und die Uno-Konvention zu Kinderrechten, die Iran unterzeichnet habe.

Mehdi Sohrabifar und Amin Sedaghat, die im Alter von 15 Jahren festgenommen worden waren, hatten laut Uno über Misshandlung in Polizeigewahrsam berichtet. Sie sagten demnach, dass sie zu falschen Geständnissen genötigt worden seien. Weder ihre Anwälte noch ihre Eltern seien vorab über die Hinrichtung am 25. April in Schiras im Süden des Landes informiert worden.

Das Kinderhilfswerk Unicef berichtete zugleich, in Saudi-Arabien seien ebenfalls drei Minderjährige hingerichtet worden. Das Urteil sei am 23. April vollstreckt worden. Weitere Einzelheiten nannte die Organisation zu den drei Fällen nicht.

asa/dpa



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