Nuklear-Deal Irans Parlament verabschiedet Atomabkommen

Mit großer Mehrheit hat das iranische Parlament dem Atom-Deal mit den Uno-Vetomächten und Deutschland zugestimmt. Damit ist der Weg zu einer Umsetzung des Abkommens endgültig frei.
Iranische Atomanlage in Buschehr: Das Abkommen kann umgesetzt werden

Iranische Atomanlage in Buschehr: Das Abkommen kann umgesetzt werden

Foto: AP/dpa

Die amtliche Nachrichtenagentur Irna berichtet von 161 Ja und 59 Nein-Stimmen bei 13 Enthaltungen: Das Parlament in Teheran hat am Dienstag dem Atomabkommen endgültig zugestimmt. Am Wochenende hatten die Abgeordneten den Vertrag bereits grundsätzlich gebilligt.

Die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland hatten sich Mitte Juli mit Iran auf ein Abkommen geeinigt, das dem Land die zivile Nutzung der Nuklear-Technologie erlauben, es zugleich aber am Bau von Atombomben hindern soll. Teheran verpflichtet sich darin zu tiefgreifenden Einschnitten bei der Urananreicherung. Das Land akzeptierte Kontrollen - im Gegenzug für eine Aufhebung der Sanktionen. Diese machen der iranischen Wirtschaft seit Jahren massiv zu schaffen.

Der Vertrag soll nun am 18. Oktober offiziell in Kraft treten. Die Sanktionen sollen aufgehoben werden, sobald die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) die Umsetzung der von Teheran verlangten Maßnahmen bestätigt hat.

Im US-Kongress waren Gegner des Abkommens in den Reihen von Republikanern und Demokraten damit gescheitert, das Abkommen zu verhindern. Damit steht der Umsetzung auch in den USA nichts mehr im Wege.

als/AFP/Reuters