Persischer Golf Iranische Marine gibt Warnschüsse auf Öltanker ab

Neuer Zwischenfall im Persischen Golf: Iranische Boote haben laut US-Medien ein Handelsschiff beschossen. Erst vor zwei Wochen hatte die Marine der Islamischen Republik ein Containerschiff attackiert.
Iranische Küstenwache (Archivbild): Schüsse auf die "Alpine Eternity"

Iranische Küstenwache (Archivbild): Schüsse auf die "Alpine Eternity"

Foto: ATTA KENARE/ AFP

Im Persischen Golf haben fünf iranische Boote offenbar auf ein Handelsschiff geschossen. Der Angriff in internationalen Gewässern habe einem Schiff unter der Flagge Singapurs gegolten,meldet unter anderem der Sender CNN unter Berufung auf einen US-Offiziellen . Bei dem Schiff soll es sich um den Öltanker "Alpine Eternity" handeln. Ob er getroffen wurde, war demnach nicht klar.

Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand, sagte ein Sprecher der Reederei. Das Schiff drehte nach der Attacke ab in die Hoheitsgewässer der Vereinigten Arabischen Emirate, wo es ohnehin den Hafen von Fudschaira hatte ansteuern wollen. Bei den iranischen Booten handelte es sich laut CNN um kleine Schiffe, die in der Regel nicht mit großkalibrigen Geschützen ausgerüstet seien.

Teheran verteidigt die Aktion seiner Marine-Einheiten. Der Tanker habe zuvor eine iranische Ölplattform beschädigt, hieß es der Agentur Reuters zufolge aus informierten US-Kreisen. Daher sei es legitim gewesen, das Schiff zu vertreiben.

Der Zwischenfall erinnert an eine ähnliche Aktion des iranischen Militärs vor wenigen Wochen: Ende April hatten Patrouillenboote das Containerschiff "Maersk Tigris" mit Fracht des dänischen Schifffahrtsriesen Maersk beschossen und zu einer Insel geleitet. Erst nach mehr als einer Woche kam das Schiff mit 24 Besatzungsmitgliedern wieder frei.

mxw/Reuters
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