Persischer Golf Iran schleppt ausländischen Öltanker ab

Der Öltanker "Riah" gilt noch als verschollen. Nun will Iran ein "ausländisches Schiff" im Persischen Golf abgeschleppt haben. Es habe einen Notruf abgesetzt.

Frachtschiffe nahe der Insel Qeschm in der Straße von Hormus (Archiv)
DPA

Frachtschiffe nahe der Insel Qeschm in der Straße von Hormus (Archiv)


Ein Öltanker soll nach iranischen Angaben am Persischen Golf eine technische Panne gemeldet haben und daraufhin von iranischen Schiffen abgeschleppt worden sein. Das "ausländische" Schiff habe einen Notruf abgesetzt und solle in iranischen Gewässern repariert werden, sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi. Details zur Herkunft des Schiffes und dem genauen Ort des Vorfalls würden später bekannt gegeben.

Zuvor hatte es Spekulationen über den Verbleib des Öltankers "Riah" gegeben. Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff war der Website "Marine Traffic" zufolge zuletzt im Persischen Golf unterwegs, hatte seit mehreren Tagen aber keine Standortdaten mehr übermittelt. Das letzte Signal schickte es nahe der iranischen Insel Qeschm in der Straße von Hormus, die zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für Öllieferungen zählt. Ob es sich bei dem nun abgeschleppten Schiff um die "Riah" handelt, blieb zunächst unklar.

Die Lage am Golf und besonders entlang dieser Schifffahrtsroute ist wegen des Konflikts zwischen den USA und Iran derzeit angespannt. Dort kam es in den vergangenen Wochen zu mehreren Angriffen, Sabotageakten und Zwischenfällen mit Öltankern. Die USA und Länder wie Großbritannien machen dafür Iran verantwortlich, die Führung in Teheran bestreitet dies.

Die "Riah" gehört laut "Marine Traffic" der Reederei Prime Tankers in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). In den vergangenen zwölf Monaten war das Schiff ausschließlich zwischen den Emiraten Fudschaira und Schardscha unterwegs. Mit einer Tragfähigkeit von 1900 Tonnen handelt es sich um einen eher kleinen Öltanker.

Eine Sprecherin der Reederei bestritt, dass das Schiff Teil der Flotte sei. Auch die VAE bestritten, dass das Schiff von den Emiraten betrieben werde. Es sei keine emiratische Besatzung an Bord und es sei auch kein Notruf abgesetzt worden, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur WAM.

mfh/dpa



insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
maxmarius 17.07.2019
1. Komisch,
ein Schiff verschwindet und niemand will es gehören? Da bin ich ja mal gespannt ob das wirklich ein Öltanker ist.
steinhai 18.07.2019
2. Wo liegt das Problem?
Die Straße von Hormuz wird vom Iran kontrolliert. Nie gab es dort (Ausgenommen des 8 Jährigen Iran/Irak Krieges) Probleme. Jahrzehnte läuft alles, wie es soll. Nun nach Trumps Austritt aus dem Atom-Abkommen und der Drohungen gegen Iran und der Verlegung, US Kriegsschiffe in das Gebiet, häufen sich auf ein Mal Vorfälle, die natürlich alle dem Iran zugeschrieben werden. Das es vielleicht Amerika selbst ist, der dort Anschläge und ähnliches verübt um es nach Plan dem Iran zu zu schieben um gewisse Gründe gegen Iran zu finden um eine Koalition gegen Iran zu gründen, wird in den Medien kaum erwogen. Wenn Iran die Region wirklich destabilisieren wollte, hätte Iran das ja schon 40 Jahre machen können. Aber warum passiert nun alles nach den US Drohungen und der Verlegung der US Truppen in das Gebiet? Das sind für mich zu viele Zufälle. Und das Iran einem Schiff hilft, was dort die Fahrrinne versperrt, weil es einen Schaden hat, sollte uns nun verwundern? International ist es gängige Praxis, Schiffen zu helfen die in Not geraten sind. Die Fahrrinne in der Straße von Hormuz ist sehr eng und wenn die versperrt ist, kann dort kein grosser Tanker mehr passieren. Das Schiff das nach Iran abgeschleppt wurde, ist bereits im Iranischem Fernsehen gezeigt worden. Es gehört den Emiraten und fährt unter Panama Flagge. Warum die Emirate bestreiten das es nicht ihr Schiff wäre, muss man sie selbst fragen. Die Besatzung wurde ebenfalls befragt. Wenn die Amerikaner ihre Truppen aus der Region entfernen, wird es augenblicklich mit den seltsamen Vorfällen dort enden. Iran hat im Gegensatz zu den Amerikanern kein Interesse um die eigene Region zu destabilisieren. Immerhin ist es für Iran ein wichtiger Seeweg der für die Wirtschaft, lebenswichtig ist.
mbockstette 18.07.2019
3. »Staaten im Staate«
Zitat von steinhaiDie Straße von Hormuz wird vom Iran kontrolliert. Nie gab es dort (Ausgenommen des 8 Jährigen Iran/Irak Krieges) Probleme. Jahrzehnte läuft alles, wie es soll. Nun nach Trumps Austritt aus dem Atom-Abkommen und der Drohungen gegen Iran und der Verlegung, US Kriegsschiffe in das Gebiet, häufen sich auf ein Mal Vorfälle, die natürlich alle dem Iran zugeschrieben werden. Das es vielleicht Amerika selbst ist, der dort Anschläge und ähnliches verübt um es nach Plan dem Iran zu zu schieben um gewisse Gründe gegen Iran zu finden um eine Koalition gegen Iran zu gründen, wird in den Medien kaum erwogen. Wenn Iran die Region wirklich destabilisieren wollte, hätte Iran das ja schon 40 Jahre machen können. Aber warum passiert nun alles nach den US Drohungen und der Verlegung der US Truppen in das Gebiet? Das sind für mich zu viele Zufälle. Und das Iran einem Schiff hilft, was dort die Fahrrinne versperrt, weil es einen Schaden hat, sollte uns nun verwundern? International ist es gängige Praxis, Schiffen zu helfen die in Not geraten sind. Die Fahrrinne in der Straße von Hormuz ist sehr eng und wenn die versperrt ist, kann dort kein grosser Tanker mehr passieren. Das Schiff das nach Iran abgeschleppt wurde, ist bereits im Iranischem Fernsehen gezeigt worden. Es gehört den Emiraten und fährt unter Panama Flagge. Warum die Emirate bestreiten das es nicht ihr Schiff wäre, muss man sie selbst fragen. Die Besatzung wurde ebenfalls befragt. Wenn die Amerikaner ihre Truppen aus der Region entfernen, wird es augenblicklich mit den seltsamen Vorfällen dort enden. Iran hat im Gegensatz zu den Amerikanern kein Interesse um die eigene Region zu destabilisieren. Immerhin ist es für Iran ein wichtiger Seeweg der für die Wirtschaft, lebenswichtig ist.
Während die arabischen Staaten konzedieren, dass Israels militärische Stärke seiner Selbstverteidigung dient, sehen sie in der iranischen Aufrüstung die Absicht des Irans auf ihre Kosten zu expandieren. Zitat: Die schiitische Internationale Irantreue Milizen weiten den Einfluss Teherans in der arabischen Welt aus Schiitische militante Gruppen sind seit der Islamischen Revolution von 1979 für Teheran das wichtigste Instrument, um seinen Einfluss in der arabischen Welt auszuweiten. Mit ihrer Hilfe gelingt es der iranischen Führung seit 2011, neben dem Libanon – wo die irantreue Hizbullah seit 1982 operiert – die militärische und politische Lage im Irak und in Syrien stark zu beeinflussen und auf die im Jemen zumindest einzuwirken. Im Libanon und im Irak haben die Milizen bereits »Staaten im Staate« aufgebaut, die die Politik beider Länder in Abstimmung mit Teheran maßgeblich mitbestimmen. In Syrien dürfte das Regime auch weiterhin auf die Milizen der Iraner angewiesen sein, da es ihm selbst an Soldaten mangelt. Im Jemen ist der Einfluss Teherans immer noch begrenzt. Doch er wächst, je länger der Krieg zwischen den Huthi-Rebellen und ihren Gegnern dort andauert. Zitat/Ende https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2018A59_sbg.pdf
mbockstette 18.07.2019
4. steinhai: "Daran besteht kein Zweifel".
Zitat von steinhaiDie Straße von Hormuz wird vom Iran kontrolliert. Nie gab es dort (Ausgenommen des 8 Jährigen Iran/Irak Krieges) Probleme. Jahrzehnte läuft alles, wie es soll. Nun nach Trumps Austritt aus dem Atom-Abkommen und der Drohungen gegen Iran und der Verlegung, US Kriegsschiffe in das Gebiet, häufen sich auf ein Mal Vorfälle, die natürlich alle dem Iran zugeschrieben werden. Das es vielleicht Amerika selbst ist, der dort Anschläge und ähnliches verübt um es nach Plan dem Iran zu zu schieben um gewisse Gründe gegen Iran zu finden um eine Koalition gegen Iran zu gründen, wird in den Medien kaum erwogen. Wenn Iran die Region wirklich destabilisieren wollte, hätte Iran das ja schon 40 Jahre machen können. Aber warum passiert nun alles nach den US Drohungen und der Verlegung der US Truppen in das Gebiet? Das sind für mich zu viele Zufälle. Und das Iran einem Schiff hilft, was dort die Fahrrinne versperrt, weil es einen Schaden hat, sollte uns nun verwundern? International ist es gängige Praxis, Schiffen zu helfen die in Not geraten sind. Die Fahrrinne in der Straße von Hormuz ist sehr eng und wenn die versperrt ist, kann dort kein grosser Tanker mehr passieren. Das Schiff das nach Iran abgeschleppt wurde, ist bereits im Iranischem Fernsehen gezeigt worden. Es gehört den Emiraten und fährt unter Panama Flagge. Warum die Emirate bestreiten das es nicht ihr Schiff wäre, muss man sie selbst fragen. Die Besatzung wurde ebenfalls befragt. Wenn die Amerikaner ihre Truppen aus der Region entfernen, wird es augenblicklich mit den seltsamen Vorfällen dort enden. Iran hat im Gegensatz zu den Amerikanern kein Interesse um die eigene Region zu destabilisieren. Immerhin ist es für Iran ein wichtiger Seeweg der für die Wirtschaft, lebenswichtig ist.
Die diversen dubiosen Vorfälle, im am und um den Persischen Golf herum, werden in der Tat an aller erster Stelle dem Iran zugerechnet und das nicht ohne gute Gründe - einer davon ist hier zu nachzulesen: steinhai 12.07.2019, 09:35 235. Die Briten haben einen Iranischen Öl-Tanker vor Gibraltar, ungesetzlich gekapert. Der befand sich in Internationalen Gewässern. Das wird natürlich Konsequenzen für die Briten haben. Wenn der Tanker nicht bald freigegeben wird, wird sich Iran natürlich das Recht nehmen um es den Briten gleich zu tun. Daran besteht kein Zweifel. Und an den nachfolgen Tatsachen besteht ebenfalls kein Zweifel und verweisen auf den eigentlichen Hintergrund für die Spannungen die sich jetzt in der Straße von Hormuz mit viele Getöse entladen: Zitat: Die Wegbereiter der Expansion Irans im Nahen Osten sind die Quds(= Jerusalem)- Einheiten (Niru-ye Quds oder Sepah-e Quds) der Revolutionsgarden. Diese Truppe erfüllt heute den Auftrag, den lange Zeit das »Büro für Befreiungsbewegungen« innehatte, das auf den Export der Revolution in die Nachbarstaaten hinarbeitete. Seit Anfang der 1990er Jahre sind die Quds-Einheiten für die politischen, militärischen und geheimdienstlichen Beziehungen zu den muslimischen Nachbarländern Irans und vor allem für die Unterstützung der dortigen proiranischen Akteure zuständig. Sie haben geschätzt 10000–20000 Mann in ihren Reihen, die zwar eine militärische Formation bilden, aber überwiegend damit beauftragt sind, iranfreundliche Kräfte militärisch und ideologisch auszubilden, zu versorgen, zu finanzieren, und anzuführen. Ihre größte Stärke liegt deshalb in ihren engen Verbindungen zu Verbündeten wie der libanesischen Hizbullah, der Badr-Organisation im Irak und anderen proiranischen Gruppierungen, die in ihren Operationsgebieten das Gros der irantreuen Truppen stellen. Ende/Zitat
mbockstette 18.07.2019
5. Iran beschlagnahmt ausländischen Tanker
Zitat von steinhaiDie Straße von Hormuz wird vom Iran kontrolliert. Nie gab es dort (Ausgenommen des 8 Jährigen Iran/Irak Krieges) Probleme. Jahrzehnte läuft alles, wie es soll. Nun nach Trumps Austritt aus dem Atom-Abkommen und der Drohungen gegen Iran und der Verlegung, US Kriegsschiffe in das Gebiet, häufen sich auf ein Mal Vorfälle, die natürlich alle dem Iran zugeschrieben werden. Das es vielleicht Amerika selbst ist, der dort Anschläge und ähnliches verübt um es nach Plan dem Iran zu zu schieben um gewisse Gründe gegen Iran zu finden um eine Koalition gegen Iran zu gründen, wird in den Medien kaum erwogen. Wenn Iran die Region wirklich destabilisieren wollte, hätte Iran das ja schon 40 Jahre machen können. Aber warum passiert nun alles nach den US Drohungen und der Verlegung der US Truppen in das Gebiet? Das sind für mich zu viele Zufälle. Und das Iran einem Schiff hilft, was dort die Fahrrinne versperrt, weil es einen Schaden hat, sollte uns nun verwundern? International ist es gängige Praxis, Schiffen zu helfen die in Not geraten sind. Die Fahrrinne in der Straße von Hormuz ist sehr eng und wenn die versperrt ist, kann dort kein grosser Tanker mehr passieren. Das Schiff das nach Iran abgeschleppt wurde, ist bereits im Iranischem Fernsehen gezeigt worden. Es gehört den Emiraten und fährt unter Panama Flagge. Warum die Emirate bestreiten das es nicht ihr Schiff wäre, muss man sie selbst fragen. Die Besatzung wurde ebenfalls befragt. Wenn die Amerikaner ihre Truppen aus der Region entfernen, wird es augenblicklich mit den seltsamen Vorfällen dort enden. Iran hat im Gegensatz zu den Amerikanern kein Interesse um die eigene Region zu destabilisieren. Immerhin ist es für Iran ein wichtiger Seeweg der für die Wirtschaft, lebenswichtig ist.
Der Iran hat keinem Schiff mit Schaden geholfen. Das ist eine reine Schutzbehauptung, die auch nicht dadurch wahrer wird, weil Sie sich verpflichtet fühlen dieser Propaganda auch noch Vorschub zu leisten: Zitat: Bericht des Staatsfernsehens Iran beschlagnahmt ausländischen Tanker Das iranische Staatsfernsehen meldet, Revolutionswächter hätten in der Straße von Hormus einen Tanker und dessen zwölfköpfige Besatzung festgesetzt - wegen "Schmuggels". Zitat/Ende
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.