Rüstungsprojekt Iran testet erfolgreich Mittelstreckenrakete

100 Prozent Eigenbau: Iran hat eine neue Boden-Boden-Rakete getestet, die treffgenauer als das Vorgängermodell sein soll. Der Typ der neuen Waffe heißt "Emad" - Selbstbewusstsein.


Sie soll zu 100 Prozent in Iran entwickelt und gebaut worden sein: die Boden-Boden-Rakete vom Typ "Emad" (Selbstbewusstsein). Das gab Verteidigungsminister Hussein Dehghan bekannt.

Iran hat die neue Waffe nun erfolgreich getestet - wie er weiter mitteilte. Die Rakete sei wesentlich treffgenauer als das Vorgängermodell. Wann und wo der Test erfolgte, sagte der Minister nicht. Die Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte Fotos vom Start der Rakete. Angaben zu den Tests können in Iran allerdings oft nicht unabhängig überprüft werden, da alle Tests ohne neutrale Beobachter stattfinden.

Im Westen bestand immer die Sorge, Iran könnte mit seinen Schahab-3-Raketen, die eine Reichweite von 2000 Kilometern haben sollen, Israel angreifen. Diese Befürchtungen haben nach dem Atomabkommen von Mitte Juli zwischen Iran und dem Westen abgenommen. Präsident Hassan Rohani betonte zudem mehrmals, Iran werde kein Land in der Region angreifen. Das Militärpotenzial des Landes diene in erster Linie der Verteidigung.

kha/dpa/AFP



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Sonia 11.10.2015
1. Warum nicht?
Aufrüstung als Privileg des Westens, diese Zeiten sind vorbei. Auch, dass der Westen anderen Völkern ggf. militärisch vorschreibt, wie sie zu leben haben, was für sie gut ist u. nebenbei ihre Bodenschätze plündert u. ihnen genehme Regime einsetzt. Der Plans von Bush jr., Assad zu stürzen, um den Erzfeind Theranin die Mangel nehmen zu können, schaffen auch seine Nachfolger nicht. Ein starker militärischer Iran wird unangreifbarer.
karljosef 11.10.2015
2. Gleichgewicht des Schreckens
wurde uns doch jahrzehntelang als friedensbewahrend beschrieben, wir erinnern uns doch alle... Heute hat sich das natürlich geändert, der einzige Staat, der bisher Atombomben einserzte, ist gegen dieses Gleichgewicht. Honi soit qui mal y pense?
kampfgnom555 11.10.2015
3. #1 Sonia
" Aufrüstung als Privileg des Westens, diese Zeiten sind vorbei." Und das schon seit 20 Jahren. Wenn man sich die Westeuropäischen Streitkräfte anschaut kann man glatt verzweifeln.
Beat Adler 11.10.2015
4. Deswegen ruestet der Westen ja ab.
Zitat von SoniaAufrüstung als Privileg des Westens, diese Zeiten sind vorbei. Auch, dass der Westen anderen Völkern ggf. militärisch vorschreibt, wie sie zu leben haben, was für sie gut ist u. nebenbei ihre Bodenschätze plündert u. ihnen genehme Regime einsetzt. Der Plans von Bush jr., Assad zu stürzen, um den Erzfeind Theranin die Mangel nehmen zu können, schaffen auch seine Nachfolger nicht. Ein starker militärischer Iran wird unangreifbarer.
Deswegen ruestet der Westen, besonders die NATO Staaten, ja ab. Die Aufruestung wird China, Russland, den Monarchien am Golf und Indien ueberlassen. Dass Iran nicht dahinter stehen will, ist logisch. mfG Beat
Beat Adler 11.10.2015
5.
Zitat von karljosefwurde uns doch jahrzehntelang als friedensbewahrend beschrieben, wir erinnern uns doch alle... Heute hat sich das natürlich geändert, der einzige Staat, der bisher Atombomben einserzte, ist gegen dieses Gleichgewicht. Honi soit qui mal y pense?
Das Gleichgewicht des Schreckens, genannt MAD (Mutual assured Destruction) haelt bestens seit 65 Jahren. Niemand ruettelt daran. Off topik: Ohne japanischen Imperialismus und Militarismus keine Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Nie die Folge mit der Ursache verwechseln. Das gilt genauso fuer Dresden und das MSF Spital in Kunduz. mfG Beat
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