Diplomatische Krise Rohani und Erdogan springen Katar zur Seite

Mitten in der Krise bekommt Katar Unterstützung aus der Region: Irans Präsident Rohani will die Beziehungen zu dem "Bruderstaat" vertiefen. Auch der türkische Präsident Erdogan pflichtet dem Emirat bei.

Hassan Rohani (Archiv)
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Hassan Rohani (Archiv)


In der Katar-Krise hat sich Iran mit Nachdruck auf die Seite des Golfemirats gestellt. Teherans Politik ziele darauf ab, die Beziehungen zu Katar "immer weiter zu entwickeln", sagte der iranische Präsident Hassan Rohani nach einem Telefonat mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani.

Iran stehe "an der Seite des Volkes und der Regierung von Katar", sagte Rohani. Der iranische Luftraum ebenso wie die Seegebiete des Landes stünden Katar "jederzeit offen", das Golfemirat sei "ein Bruderstaat".

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am 5. Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den gasreichen Wüstenstaat am Persischen Golf verhängt. Der Iran kündigte inzwischen an, jeden Tag rund 1100 Tonnen Früchte und Gemüse nach Katar zu liefern.

Rückhalt bekam Katar auch vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Eine Liste mit 13 Forderungen, die die Gegner Katars als Bedingung für ein Ende der Isolierung des Emirats formuliert hatten, verstoße gegen internationales Recht, sagte Erdogan laut der amtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten begründeten ihre Forderungen mit dem Vorwurf, das Emirat unterstütze radikale Gruppen wie die ägyptische Muslimbruderschaft, die palästinensische Hamas, die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) und Al-Kaida.

Katars Gegner fordern laut Medienberichten unter anderem die Schließung des Nachrichtensenders Al Jazeera, eine Distanzierung Katars von Iran und die Schließung eines türkischen Militärstützpunktes in dem Golfemirat. Katar wies die Forderungen zurück.

asa/AFP/AP



insgesamt 42 Beiträge
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adal_ 25.06.2017
1. Die wollen nur spielen
Erdogan und Rohani. Genau die "Unterstützer", die Katar jetzt braucht, um den Konflikt mit der arabischen Koalition weiter zu eskalieren.
frankfurtbeat 25.06.2017
2. mit ...
mit dem Iran sehe ich weniger Probleme doch Erdogan denkt nur an seinen Stützpunkt und an das dringend notwendige Kapital ... Erdogan sollte sich mal überlegen gegen welche Gesetze er in der Küche sowie in der Türkei verstößt ... besser er wäre ruhig geblieben.
Das Pferd 25.06.2017
3.
Was hat sich der Liebe Gott eigentlich gedacht, dort das ganze Öl zu verbuddeln? "im Schweiße Deines Angesichts sollst Du Dein Brot verdienen" bedeutet doch eine gewisse Begrenzung der Zeit, die man auf Gezänk verwenden kann.
kater38 25.06.2017
4. Ja, Alles sehr schlimm da neben bei denen da
Alles sehr schlimm. Interessiert mich nur alles nicht.
Hoberg 25.06.2017
5. die Terroristenbosse/finanzierer
melden sich zu Wort. Kein Wort, dass Quatar die Hamas und anderer Terrororganisationen unterstützt.Stattdessen ein weiter so und Lebensmittel für alle. Natürlich sind die Saudis nicht besser. Die Stellvertreterkrieg der Weltmächte die Afrika um 100Jahre Fortentwicklung betrogen haben , machen diese 3 seit 20 Jahren mit Terroristen um Nahem Osten . Auch das wirft die Region um 100 Jahre zurück. Wir werden das bezahlen müssen...
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