Iran Viele Tote bei Anschlag auf Moschee

Im Südosten Irans sind bei einem Selbstmordattentat nach Berichten staatlicher Medien mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Der Attentäter hat sich demnach vor einer Moschee, in der schiitische Gläubige beteten, in die Luft gesprengt.


Teheran - Blutiges Attentat in Iran: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Zeremonie im Südosten des Landes sind nach Berichten der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna mindestens 38 Menschen getötet worden. Zu dem Anschlag habe sich die sunnitisch-balutische Extremisten-Gruppe "Dschundallah" bekannt, berichtete der Fernsehsender Al Arabiya.

Wie die Agentur meldete, habe sich der Attentäter vor der Imam-Hussein-Moschee in der Stadt Tschahbahar nahe der pakistanischen Grenze in die Luft gesprengt, berichtete die Agentur. Zum Zeitpunkt des Anschlags waren dort zahlreiche Gläubige versammelt. Sie feierten das Aschura-Fest, mit dem die Schiiten des Enkels des Propheten Mohammed gedenken.

Das Innenministerium in Teheran bestätigte zunächst lediglich, dass nach dem Anschlag mindestens 60 Menschen umgehend ins Krankenhaus gebracht worden seien. Der Provinzabgeordnete Mohammed Jaghub Dschadghal sprach von einem "terroristischen Anschlag".

Tschahbahar liegt in der Provinz Sistan-Belutschistan, wo seit Jahren sunnitische Rebellen gegen die Regierung kämpfen. Die Mehrheit der iranischen Bevölkerung gehört der schiitischen Konfession an.

Mitte Juli waren bei einem Anschlag zweier Selbstmordattentäter auf eine schiitische Moschee im Südosten des Landes 28 Menschen ums Leben gekommen und 270 weitere verletzt worden. Zu dem damaligen Anschlag bekannte sich die sunnitische Rebellengruppe Dschundallah. Iran machte den Westen und Israel für den Doppelanschlag verantwortlich, da sie die Attentäter ausgebildet und ausgerüstet hätten.

anr/dapd/AFP



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