Irans Präsident Ahmadinedschad nennt Holocaust "große Lüge"

Mahmud Ahmadinedschad hat den Holocaust erneut öffentlich geleugnet. Der iranische Präsident bezeichnete die Shoah in einer Rede als "große Lüge". Am Freitag gingen in Iran Zehntausende Menschen für anti-israelische Kundgebungen auf die Straße.
Iranischer Präsident Ahmadinedschad: "Viele Enttäuschungen und Lügen"

Iranischer Präsident Ahmadinedschad: "Viele Enttäuschungen und Lügen"

Foto: MORTEZA NIKOUBAZL/ REUTERS

Teheran - "Das zionistische Regime basiert auf vielen Enttäuschungen und Lügen, eine von ihnen war der Holocaust" - mit diesen Wort hat Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Freitag die jährlichen anti-israelischen Kundgebungen seines Landes öffentlich kommentiert. Ahmadinedschad bezeichnete den Holocaust in seiner Rede als "große Lüge".

In Teheran und anderen Städten in Iran gingen Zehntausende Menschen auf die Straßen. Jedes Jahr ruft das iranische Regime zum "Ghods"-Tag auf, auch um Solidarität mit den Palästinensern zu zeigen. Die Demonstranten hielten Spruchbänder mit den Aufschriften "Tod Israel" und "Tod Amerika" in die Höhe.

Bereits im Jahr 2005 war Ahmadinedschad für seine martialische Rhetorik international verurteilt worden. Damals sagte er, Israel müsse von der Landkarte des Nahen Ostens getilgt und nach Europa oder Nordamerika verlegt werden.

Die iranische Führung geriet international noch mehr in Isolation, als Ahmadinedschad 2006 die Judenverfolgung durch Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg leugnete.

amz/dpa/dapd
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.