Kampf gegen IS im Irak Großbritannien schickt Offiziere nach Bagdad

Die irakische Armee braucht Hilfe im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat": Um sie auszubilden, reist nun eine britische Einheit nach Bagdad und unterstützt US-Soldaten vor Ort. Der Auftrag könnte sich ins Kurdengebiet ausweiten.

Peschmerga-Kämpfer bei der Ausbildung durch Briten: Nun soll die irakische Armee geschult werden
REUTERS

Peschmerga-Kämpfer bei der Ausbildung durch Briten: Nun soll die irakische Armee geschult werden


London - Großbritannien schickt Soldaten nach Bagdad, um irakische Soldaten zur Bekämpfung der Terrormiliz "Islamischer Staat (IS)" auszubilden. Das berichtet die britische Tageszeitung "Times". Die Offiziere sollen gemeinsam mit US-Soldaten die irakischen Streitkräfte beraten und trainieren. Auch in die kurdischen Gebiete im Norden des Landes könnten demnach Ausbilder geschickt werden. In den kommenden Tagen werde das Verteidigungsministerium die Pläne bekannt geben.

Bislang beteiligen sich die Briten an den Luftangriffen auf IS-Stellungen im Irak. Mitte Oktober wurde bekannt, dass britische Soldaten Peschmerga-Kämpfer für den Kampf gegen die Terrormiliz IS im Umgang mit schweren Maschinengewehren schulen - auf irakischem Boden. An Kampfhandlungen nähmen sie nicht teil. Zuletzt waren britische Soldaten dort 2011 im Einsatz.

Auch deutsche Bundeswehrsoldaten bilden kurdische Kämpfer im Umgang mit deutschen Waffen aus. Dazu sind insgesamt 13 Bundeswehrsoldaten in Arbil stationiert, darunter sechs Fallschirmjäger zur Ausbildung.

mia/dpa



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Traudhild 05.11.2014
1.
Das wird doch auch nichts bringen :-( Man sollte sich allmälich damit abfinden, dass dieser Konflikt nicht militärisch zu gewinnen ist. Es wird kein Weg an Verhandlungen vorbeiführen. Kann mir doch keiner erzählen, dass es sich beim IS um eine vollkommen homogene Gruppierung handelt, die ständig danach gieren, jemand westlich aussehendem den Kopf abzuschneiden und was noch so alles überzeichnet in den Medien berichtet wird. Und ob dieser sog. genannte Kalif wirklich den Alleinvertretungsanspruch hat, sei auch mal dahingestellt. Ich bleibe bei meiner Überzeugung: Die Köpfe der Menschen gewinnt man nicht mit militärischer Unterdrückung
räbbi 05.11.2014
2.
Berater und Ausbilder...welche Sorte? Ausbilder, wie die, die in den letzten 10 Jahren nichts auf die Reihe bekommen haben? Oder Ausbilder, wie sie in den 60/70ern in Vietnam stationiert waren?
brain1965 05.11.2014
3. Ohne jedes Konzept
Man bildet irgendwelche Leute an Waffen und in Taktik aus, die demnächst vielleicht samt Ausrüstung zu irgendeiner Miliz überlaufen, die man dann wieder bekämpfen muss, indem man Leute ausbildet und mit Waffen beliefert... irre. Bei alledem gibt es nur zwei Gewinner: die Rüstungsindustrie und Militärs, die sich wichtig machen können und "Lösungen" vorschlagen. So wird das nichts, am besten raushalten und zusehen, dass nicht noch mehr Kriegsgerät und dazugehöriges Know-How in diese Regionen gelangt.
kumi-ori 05.11.2014
4. Sechs Fallschirmjäger?
Ich bin weiß Gott kein Militärstratege, ich war nicht mal bei der Bundeswehr. Aber mir scheint ein Trüppchen aus sechs (!) Fallschirmjägern doch wenig sinnvoll. Offenbar bekommt es eine militärische Supermacht wie die U. S. A. nicht gebacken, die Standorte von Waffen, Personal und Infrastruktureinrichtungen der Gotteskrieger zu lokalisieren, um sie zu zerstören. Wie soll dann gesichert sein, dass solch ein kleiner Verband, wenn er irgendwo abgesprungen ist, sich nicht plötzlich einer gegnerischen Übermacht ausgesetzt sieht, in der er chancenlos ist? Bei solch einem zahlenmäßig kleinen Trupp wäre es doch sicher sinnvoller, ihn in einen größeren Verband einzugliedern, der dann in einer breiteren Linie von den Rändern des islamistischen Einflussgebiets auf dessen Zentrum zuwandert, oder vielleicht statt der Fallschirmspringer lieber Pilotinnen und Piloten, die Ziele der Gotteskrieger aus der Luft treffen.
GoUSA 05.11.2014
5.
Wer von Verhandlungen mit den Massenmördern und Terroristen des sogenannten islamischen Staates "träumt" und fantasiert, verkennt jede Realität! Mit Terroristen verhandeln wir, die USA, nicht! Wir bekämpfen und töten Terroristen, wir verhandeln nicht mit diesen! Wer meint mit Massenmördern wie den IS-Terroristen oder Al-Quaida verhandeln zu können, hätte vermutlich damals auch davon gefaselt mit dem Diktator Adolf Hitler zu verhandeln! Mit solchen "Menschen" verhandelt man nicht, man bekämpft und vernichtet sie! Wie, wann und wo wir, die Soldaten der USA Terroristen bekämpfen, entscheiden ausschließlich die USA - niemand sonst!
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