Irak Französische Luftwaffe bombardiert Depot der IS-Terroristen

Frankreich hat den bewaffneten Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" begonnen. Die Regierung in Paris teilte mit, dass das Militär einen ersten Angriff gegen die Dschihadisten geflogen habe.

Paris - Am Donnerstag gab es die Ankündigung, jetzt hat Frankreich mit den Luftangriffen gegen die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) begonnen. Das teilte der Elysée-Palast am Freitagmittag in Paris mit.

"Heute morgen um 9.40 Uhr haben unsere Rafale-Jets einen ersten Angriff auf ein Versorgungsdepot der Terroristen geflogen", hieß es in einem Statement. Das Ziel sei erreicht und zerstört worden. Weitere Einsätze sollen in den kommenden Tagen folgen.

Bisher hatte es lediglich Luftschläge der USA gegen IS-Stellungen gegeben. Am Donnerstag hatte Frankreichs Staatspräsident François Hollande seine Unterstützung im Kampf gegen die Dschihadisten bekannt gegeben. Einen Einsatz von Bodentruppen hatte er jedoch ausgeschlossen.

Frankreich will sich zudem nur an Angriffen auf Ziele im Irak beteiligen. "Darüber werden wir nicht hinausgehen", hatte Staatschef Hollande versprochen. Er begründete seine Entscheidung mit einer Bitte der Regierung in Bagdad, die um militärische Unterstützung im Kampf gegen die sunnitischen Extremisten ersucht habe.

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor angekündigt, dass seine Truppen auch Angriffe gegen IS-Stellungen in Syrien planten. Dort haben die Terroristen ihren Vormarsch weiter fortgesetzt. Am Donnerstag eroberten sie 16 kurdische Dörfer entlang der Grenze zur Türkei.

bka/AFP/AP