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18. November 2014, 13:38 Uhr

Kampf gegen Terrormiliz

Iraks Armee bricht IS-Blockade von größter Ölraffinerie

Der Irak meldet einen Erfolg im Kampf gegen den "Islamischen Staat": Anscheinend haben irakische Soldaten die größte Erdölraffinerie des Landes zurückerobert. IS-Milizen hatten die riesige Anlage über Monate besetzt gehalten.

Bagdad - Die irakischen Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben einen Erfolg gegen den "Islamischen Staat" (IS) errungen. Die Armee habe den Belagerungsring, den die radikale Miliz um die größte Erdölraffinerie des Landes errichtet hatte, durchbrochen - das berichtete das staatliche Fernsehen am Dienstag.

Erstmals seit fünf Monaten sei es einer Einheit zur Terror-Bekämpfung gelungen, in die Anlage Baidschi vorzudringen, hieß es weiter. "Sofern Gott will, wird Baidschi zum Hauptschlüssel für die Befreiung des ganzen Irak", sagte der Kommandeur der Sicherheitskräfte der Provinz dem Sender.

Der IS kontrolliert weite Gebiete des Irak und im benachbarten Syrien. Er eroberte die Industriestadt bei seinem ersten Sturmlauf im Juni und belagerte seitdem die weitläufige Raffinerie. Nach dem Vormarsch der IS-Milizen im Sommer war eine Gruppe von Siemens-Technikern nahe Baidschi eingekesselt worden, mehrere Ausländer, darunter acht Deutsche, mussten ausgeflogen werden.

Gewinnen irakische Soldaten die Oberhand?

Baidschi ist eine wichtige Nachschubbasis der Islamisten, die ihren Kampf unter anderem mit Ölvorräten- und -produkten finanzieren. Sollte sich bestätigen, dass die irakischen Sicherheitskräfte in Baidschi die Oberhand gewinnen, wäre dies ein herber Rückschlag für den IS. Die radikalislamischen Kämpfer werden inzwischen auch von einer von den USA geführten internationalen Militärallianz aus der Luft angegriffen.

Am Montag hatte die Terrororganisation ein Video im Internet veröffentlicht, das den Mord an zahlreichen syrischen Soldaten zeigt. Unter den Mördern sind zahlreiche Ausländer - mindestens zwei von ihnen kommen aus Europa.

Das knapp 16 Minuten lange IS-Video belegt auch, dass die Terroristen den Entwicklungshelfer Peter Kassig enthauptet haben. Der US-Bürger, der sich nach seinem Übertritt zum Islam Abdul-Rahman Kassig nannte, ist die fünfte westliche Geisel, die der IS umgebracht hat. Insgesamt haben die Dschihadisten seit der Ausrufung ihres "Kalifats" im Juni dieses Jahres fast 1500 Menschen exekutiert.

amz/dpa/Reuters

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