Propagandakrieg USA werfen Flugblätter über IS-Hochburg ab

Im Kampf gegen den "Islamischen Staat" hat das US-Militär 60.000 Flugblätter über der syrischen Extremisten-Hochburg Rakka abgeworfen. Darauf zu sehen ist ein Fleischwolf, in dem IS-Rekruten landen.


Washington - Das US-Militär hat über der syrischen Dschihadisten-Hochburg Rakka rund 60.000 Flugblätter abgeworfen, die Rekruten der Extremistengruppe "Islamischer Staat" (IS) vor einem grausamen Schicksal warnen sollen.

Ziel der Aktion sei es, die Anwerbung von Kämpfern zu erschweren, teilte das Verteidigungsministerium in Washington mit. Die im Cartoon-Stil gehaltenen Flugblätter zeigen Bilder von Rekruten, die anstehen, um in einen Fleischwolf geschoben zu werden.

Es sei das erste Mal, dass die USA Flugblätter in Syrien einsetzten. Zu Kriegszeiten wurde bereits öfter darauf zurückgegriffen.

Der IS hat weite Teile Syriens und des benachbarten Irak unter Kontrolle gebracht und dort ein Kalifat ausgerufen, als dessen inoffizielle Hauptstadt Rakka gilt. Die USA fliegen seit September Luftangriffe gegen den IS in Syrien.

Das Flugblatt des US-Militärs
REUTERS

Das Flugblatt des US-Militärs

Ein Pentagon-Sprecher sagte, die Armee habe die Flugblätter bereits in der vergangenen Woche per Kampfjet abgeworfen. Die Botschaft sei: Wer vom IS rekrutiert werde, lande im Fleischwolf. "Und das ist nicht gut für die Gesundheit."

Über der Schlange junger Männer ist ein Schild mit der Aufschrift "Rekrutierungsbüro des Islamischen Staates" zu sehen. Auf dem Bildschirm oben rechts steht sinngemäß "Jetzt ist Nummer 6001 an der Reihe". Der Fleischwolf zeigt den arabischen Namen für den IS.

Die Dschihadistenorganisation rekrutiert ihre Mitglieder vornehmlich über soziale Netzwerke und verfasst ihrerseits ebenfalls brutale Propaganda-Videos.

fab/AFP/Reuters



insgesamt 68 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
aha-aha 27.03.2015
1. Die Karikatur...
...ist nicht schlecht und aus unserer Sicht natürlich vollkommen zutreffend. Bringt aber genau so viel wie der Aufdruck "Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit" auf Zigarettenschachteln.
Marianne Rosenberg 27.03.2015
2. Marketing ist zielgruppenspezifisch
Das wundert mich: Jedes Flugblatt ist Marketing/Propaganda und soll die Leser, die Zielgruppe, dazu bringen, sich anders zu verhalten oder über bestimmte Vorgänge nachzudenken. Hier habe ich 2 Anmerkungen: 1. Was geschieht denn mit denen, die sich nicht rekrutieren lassen? Ich habe gelesen: Sie kommen in den Reißwolf. 2. Wer von der Zielgruppe kann den mit den Reißwolf etwas anfangen, wer von denen kennt so etwas? Ich glaube, das nur wenige der Empfänger den Zettel versteht. Und wenn doch, dann ist es "alternativlos", der Reißwolf kommt bestimmt!
horstu 27.03.2015
3. Und an der Kurbel steht Uncle Sam
Die Fleischwolf-Symbolik passt zu etlichen Regionen, die mit amerikanischer Hilfe in dauerhaftem Krieg verfallen sind: Früher Korea, Vietnam, Angola und viele andere, heute Ukraine, Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen, morgen Jemen, übermorgen... Nahezu der ganze Nahe Osten ist ein einziger Fleischwolf, dazu braucht es keine IS. Mittlerweile fängt sogar Europa wieder Feuer.
jj2005 27.03.2015
4. Analphabeten
Warum Cartoons? In Syrien liegt die Alphabetisierungsquote bei gut 95%, etwas hoeher als in den U.S.A.
chirin21 27.03.2015
5. USA werfen Flugblätter über IS-Hochburg ab
Primitiver und dümmer , geht es nimmer! Typisch USA! Wie dumm muß man sein um so eine Aktion zu machen.Es zeigt, dass die USA bzw. die Administration wirklich völlig unbedarft sind .Deutschland auch -nebenbei mit der DDR-Merkel. Wer tief an den Islam glaubt, kann die guten Suren für sich anwenden oder die kriegerischen. Auf jeden Fall denkt der tiefreligiöse Mensch, dass er - wenn er den Ultra-Islam umsetzt , etwas für Allah (Gott) tut. Religiösen Fanatikern jeder Art kann man nciht mit so dümmlichen "Fleischwolfaktionen" kommen.Diese Leute kalkulieren ihren Tod und die Widerauferstehung bei den - unterdessen gealterten - 99 Jungfrauen - mit ein. Auch deshalb bin ich hier in Deutschland -insbesondere in meinem unterdesen verkommenen Berlin - der Ansicht, dass ab der 1.Klasse den Kinder Ethik-Unterricht entsprechend dem jeweiligen Alter ,zukommen lassen sollte. Und, man sollte die albernen Schinken aus Amerika ,die im eigenen Land Amerika nicht gezeigt werden, hier auch nicht im Fernsehen bringen. Ich finde - in der Rückblende auf die Generation die bis zum Ende des WK geboren wurde, dass dieser sehr wohl noch Ethik vermittelt wurde. Auch in der DDR wurden im Unterricht ethische Grundsätze gelehrt und ich finde ,dass es in der Tat bei den Menschen, die noch in der DDR zur Schule gingen , mehr Anstand und Ehrlichkeit, kaum Schlägereien und nachtreten gibt, als in der Bundesrepublik gibt. Unsere Jugend ist durch falsche Vorbilder zum Teil verroht,unehrlich (verklaut) die sogenannten Jugendbanden, kennen kein Ehrgefühl -kommt von ehrlich- wir haben unendlich viele Kriminelle in den oberen Etagen und der Politik,da müßten viel eher positive Beispiele gesetzt werden von der Justiz-die sind unterdessen offensichtlich auch nur auf die Güte gegenüber den Tätern spezialisiert ,statt auf die Opfer - das sind alles die negativen Vorbilder der Amerikaner - mit Ausnahme der dragonischen Strafen an schuldlosen Menschen in Guantanamo ,haben wir doch genau die Lebensweise , die in Amerikas Slums üblich ist ,hier.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.