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11. September 2014, 14:57 Uhr

Kampf gegen IS

Russland sieht mögliche US-Luftschläge in Syrien als Aggression

US-Präsident Barack Obama hat im Kampf gegen den "Islamischen Staat" Bombardements auf Syrien angekündigt - und wird dafür von Moskau kritisiert. Diese Luftangriffe wären ein "Akt der Aggression", sagte ein Sprecher des Außenamts.

Moskau - Russland hat die von US-Präsident Barack Obama angekündigten Luftangriffe auf Ziele in Syrien scharf kritisiert. Ein solches Vorgehen wäre ohne Genehmigung durch den Weltsicherheitsrat ein "Akt der Aggression", sagte Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Auch das Einverständnis der syrischen Führung sei nötig. "Der US-Präsident hat die Möglichkeit von US-Schlägen auf Stellungen des "Islamischen Staates" in Syrien erklärt. Ein solcher Schritt ohne Billigung der Uno wäre ein grober Verstoß gegen das Völkerrecht und würde die Spannungen nur erhöhen", sagte Lukaschewitsch.

Obama hatte in der Nacht zu Donnerstag in einer Rede an die Nation die Ausweitung der Luftangriffe gegen die IS-Dschihadisten auf Syrien angekündigt. Aus Verteidigungskreisen in Washington verlautete, das US-Militär sei für "direkte Aktionen gegen IS-Ziele" in Syrien vorbereitet. Wann die Angriffe beginnen sollten, war jedoch nicht bekannt.

Die IS-Kämpfer kontrollieren Teile des Nordiraks und mehrere Provinzen in Syrien. Durch im August gestartete US-Luftangriffe konnten sie an einem weiteren Vormarsch im Irak gehindert werden.

fab/vek/dpa/AFP

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