Kampf gegen IS Von der Leyen lehnt Einsatz deutscher Bodentruppen ab

Erst Außenminister Steinmeier, nun Ursula von der Leyen: Die Bundesverteidigungsministerin hat sich gegen deutsche Bodentruppen in Syrien und Irak zur Bekämpfung der Terrormiliz "Islamischer Staat" ausgesprochen.

Von der Leyen: "Von vornherein ausgeschlossen"
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Von der Leyen: "Von vornherein ausgeschlossen"


Berlin - Die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen wählte klare Worte, um sich zum Einsatz deutscher Soldaten im Kampf gegen die Miliz "Islamischer Staat" zu äußern: "Es wird keine Kampftruppen in Syrien und im Irak geben. Das ist von vornherein ausgeschlossen gewesen, gar keine Frage", sagte die CDU-Politikerin im ZDF.

Es sei "etwas wohlfeil", dass die Grünen für den sehr unwahrscheinlichen Fall eines Uno-Mandats auch einen Einsatz von Bundeswehrsoldaten forderten.

Ähnlich wie von der Leyen hatte sich Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Montagmorgen geäußert. Die Voraussetzung, dass dies auf Basis einer Resolution des Uno-Sicherheitsrats geschehe, sei unrealistisch, sagte Steinmeier in Saudi-Arabien. "Ich finde, das lässt sich leicht fordern in Deutschland, wenn man weiß, dass ein solches Uno-Mandat nicht zustande kommt und wir gesagt haben, dass wir unter den gegebenen Voraussetzungen keine Bodentruppen nach Syrien entsenden werden."

Die Grünen und mehrere Unionspolitiker hatten sich zuvor für den Einsatz von Bodentruppen der Bundeswehr unter Uno-Mandat in Syrien ausgesprochen. Auslöser der Diskussion ist der Vormarsch der radikalislamischen IS-Miliz auf die überwiegend von Kurden bewohnte nordsyrische Stadt Kobane an der türkischen Grenze.

kha/Reuters

insgesamt 6 Beiträge
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kladderadatsch 13.10.2014
1. Umkehrschluss?
Heißt das, dass Deutschland sich an den Flugeinsätzen beteiligt? Frau von der Leyen macht leider im Verteidigungsministerium gar keine gute Figur. Es ist unklar, was sie in den letzten 10 Monaten gegen den schlechten Zustand der Bundeswehr getan hat. Dann ist unklar, warum sie für Auslandseinsätze ist, wenn sie sich nicht an der Flugangriffs-Allianz an der Seite der USA beteiligen will. Jetzt haben wir eine teure Berufsarmee finanziert, die anscheinend werder zu Hause noch im Ausland einsetzbar ist. 50 Mrd. € sollen umsonst von der BW gezahlt worden sein.
kral1 13.10.2014
2. Waffenlieferungen statt selber zu kämpfen oder. . .
Wie wäre es mit dem Vorschlag eine europäische Fremdenlegion zu beauftragen, IS zu bekämpfen?
GoUSA 13.10.2014
3.
Kein deutscher Politiker macht international eine gute Figur, alles nur Schwätzer! Sowohl Deutschland als auch die Türkei, beweisen ALLEN anderen Natomitgliedern, daß auf sie kein Verlaü ist und nie sein wird! Mit Recht werden diese beiden Staaten von den Sicherheitsdiensten der anderen Natostaaten überwacht! In den USA festigt sich immer mehr der Gedanke, daß beide Staaten kein Gewinn für das gemeinsame Bündnis sind und schleunigst entfernt werden sollten! Diese beide Staaten in Zukunft verteidigen? Niemals!
Versicherungsmakler Bliss 13.10.2014
4. Bodentruppen
ja natürlich wenn man es ernst meint .Auf gar keinen Fall wenn einem der ernst der Lage egal ist. Ich denke wir alle wissen was als nächstes kommt wenn Syrien und der Irak erstmal besiegt sind.Wer wirklich glaubt das der IS sich dann zur Ruhe setzt wird sich getäuscht sehen. Gerade wir deutsche wissen was es bedeutet und einer Diktatur zu leben. Man stelle sich einmal vor ,Sie kommen in dein Haus schneiden dir den Kopf ,vergewaltigen deine Frau und verschleppen deine Kinder.Was Gibt es da noch zu überlegen?Die Weltgemeinschft muss reagieren .Wenigstens gibt es ein paar Länder die es versuchen.Deutschland leider nicht?Schade auch im Sinne unserer eigenen Vergangenheit
whatmeworry 14.10.2014
5. Wir wollen uns mehr einmischen????
OK, keine Bodentruppen. Das käme nicht gut an beim heimischen Wähler. Uno-Madat wird es eh nicht geben. Auch keine Luftschläge, weil unsere Flieger nicht richtig fliegen. Und keine Marine, weil es dort zu viel Sand hat. Aber wir mischen uns ein, nichtwahr. Gauck hält eine Rede zur Freiheit, Merkel erinnert den chinesischen Führer an die Menschenrechte und für die umgebrachten Kurden spendet er Bundestag ein paar Millionen, zweckgebunden für Grabschmuck auf Massengräbern. - Arme Kurden!!!
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