Kampf gegen Terrormiliz USA melden Tod von IS-Führer Abu Sayyaf

Er war ein wichtiger Mann hinter "Islamischer Staat"-Anführer al-Baghdadi: Laut Pentagon haben Eliteeinheiten Abu Sayyaf in Syrien getötet. Seine Frau wurde demnach gefangen genommen.

Bei einem Zugriff von US-Spezialkräften im Osten Syriens wurde in der Nacht auf Samstag IS-Befehlshaber Abu Sayyaf getötet, wie das Pentagon berichtet. Er habe sich seiner Gefangennahme widersetzt und wurde deshalb erschossen, hieß es. Bei Feuergefechten an einem Wohngebäude in der Stadt Amr sollen noch rund ein Dutzend weitere Mitglieder der Terrororganisation "Islamischer Staat" getötet worden sein.

Abu Sayyaf war beim IS für Öl- und Gasgeschäfte zuständig, leitete Militäreinsätze und nahm eine immer wichtigere Position in der Führungsriege ein. Seine Ehefrau soll den Angaben zufolge ebenfalls von US-Militärs gefangen genommen und in den Irak gebracht worden sein.

Dort soll sie verhört werden. Auch sie soll eine wichtige Rolle in den Aktivitäten der Terrorgruppe gespielt haben. Nach Angaben des Weißen Hauses war die Operation von Präsident Barack Obama nach einstimmiger Empfehlung seiner Sicherheitsberater angeordnet worden. Damit sei ein weiterer "bedeutender Schlag" gegen die Terrormiliz gelungen, teilte US-Verteidigungsminister Ashton Carter mit.

Der IS hat weite Teile Syriens und des Irak unter seiner Kontrolle und geht dort brutal gegen Minderheiten und Andersgläubige vor. Die USA fliegen mit einer Reihe arabischer Verbündeter Luftangriffe auf die Extremisten.

sto/Reuters/AFP
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