Somalia 13 mutmaßliche IS-Mitglieder bei US-Luftangriffen getötet

Vor zwei Jahren drängten somalische Truppen den IS im Land zurück. Seitdem verübte die Gruppe immer wieder Terroranschläge. Nun sollen mehrere Kämpfer der Miliz bei einem US-Luftangriff getötet worden sein.

US-Drohne des Typs "Reaper"
Patrick T. Fallon/REUTERS

US-Drohne des Typs "Reaper"


Bei US-Luftangriffen in Somalia sind 13 mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gestorben. Das US-Afrikakommando (Africom) habe einen Luftschlag gegen ein Lager des IS im Golisgebirge im Norden des Landes ausgeführt, hieß es in einer Erklärung. Demnach wurden bei dem Angriff "13 Terroristen getötet".

Mitte April hatten die USA verkündet, den Vizechef der Terrormiliz in Somalia getötet zu haben. Der IS hat im Vergleich zu der mit dem Terrornetzwerk Al-Qaida verbundenen Schabab-Miliz weit weniger Anhänger in dem ostafrikanischen Land. Laut Africom lag die Zahl der IS-Kämpfer in Somalia Ende 2018 zwischen 75 und 250 gegenüber 3000 bis 7000 Schabab-Kämpfern.

Der IS hatte im Oktober 2016 unter seinem somalischen Anführer Scheich Abdulkader Mumin die Stadt Kandala in der halbautonomen Region Puntland im Norden Somalias erobert und zum Sitz eines islamistischen "Kalifats" erklärt. Zwei Monate später wurde die Miliz von somalischen Truppen zurückgedrängt. Seitdem kommt es immer wieder zu Anschlägen in der Region.

asa/AFP



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