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23. Februar 2015, 23:48 Uhr

Angriff auf Dörfer im Nordosten Syriens

IS-Extremisten entführen 56 Christen

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat mehrere Dörfer im Nordosten Syriens angegriffen und insgesamt 56 assyrische Christen verschleppt. Das Schicksal der Entführten ist unklar.

London - Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat im Nordosten Syriens mindestens 56 assyrische Christen entführt. Die Opfer seien nordwestlich der Stadt Al-Hassaka verschleppt worden, meldete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Über das weitere Schicksal der Entführten war zunächst nichts bekannt. Die assyrischen Christen machen etwa fünf Prozent der Bevölkerung Syriens aus.

Zugleich gab es in der Region schwere Kämpfe zwischen IS-Extremisten und kurdischen Volksschutzeinheiten, die das Gebiet bislang beherrschen. Die Terrormiliz hatte am Montagmorgen nordwestlich von Al-Hassaka Dörfer angegriffen und einige Gebiete eingenommen, in denen mehrheitlich assyrische Christen wohnen. Zahlreiche Menschen seien geflohen, so die Menschenrechtler.

Der Uno-Menschenrechtsrat hatte den IS-Extremisten am Montag in einem Bericht vorgeworfen, sie griffen systematisch Angehörige bestimmter ethnischer und religiöser Gruppierungen an, um sie zu vernichten. Dazu gehörten neben anderen Jesiden, Kurden, Turkmenen und Christen. Die Bluttaten der IS-Terrormiliz im Irak erfüllen nach Einschätzung der Uno-Experten wahrscheinlich den Tatbestand des Völkermords.

brk/dpa

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