Großeinsatz Ägyptens Armee tötet viele Islamisten auf Sinai-Halbinsel

Großangriff auf der Sinai-Halbinsel: Die ägyptische Armee geht dort mit Kampfhubschraubern gegen die Terrormilizen des "Islamischen Staates" vor.


Kairo - Die Sinai-Halbinsel im Norden Ägyptens mit ihren Grenzen zu Israel und dem Gazastreifen entwickelt sich zu einer Hochburg der radikalen Kämpfer des "Islamischen Staates" (IS). Bei einem Großangriff gegen IS-Stellungen auf dem Sinai hat die ägyptische Armee nach eigenen Angaben am Freitag fast 50 islamistische Extremisten getötet.

Bei einem Angriff mit Kampfhubschraubern auf ein Lager des ägyptischen Ablegers der Miliz "Islamischer Staat" (IS) seien 27 Menschen getötet worden, hieß es in Sicherheitskreisen. Nur Stunden später seien weitere 20 Islamisten von Bodentruppen getötet worden. Es war einer der größten Kampfeinsätze der vergangenen Monate.

In der vergangenen Woche waren auf dem Sinai mehr als 30 Sicherheitskräfte getötet worden - zu den Attentaten bekannte sich der lokale IS-Ableger. Am Freitag war in Ägyptens zweitgrößter Stadt Alexandria eine Bombe explodiert, ein Mensch wurde getötet, vier weitere wurden verletzt.

nck/Reuters

insgesamt 36 Beiträge
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Josef B 07.02.2015
1. Man erinnert sich...
.. ja noch, als die Obama Administration den langjährigen Freund des Westens, Mubarak, fallen ließ wie eine heiße Kartoffel. Zum Glück hat Er so starke Strukruren geschaffen, das nun Al Sisi im Kampf gegen die Barbarei nicht geschwächt wie Assad oder der Irak dasteht. Aber der Verdienst der Obama- Mannschaft ist es bestimmt nicht, das heute noch zivilisatorische Mindeststandarts in Ägypten vorherrschen.
Stechrochen 07.02.2015
2. Bitte!
Differenzieren Sie zwischen den NORD-Sinai und dem SÜD-Sinai!!! Die Touristenorte um Sharm el Sheikh leiden schon genug unter dem Rückgang des Tourismus und immer wieder pauschal den gesamten Sinai zur "Hochburg" für Terroristen zu erklären, ist einfach nicht richtig. Das wäre, wie wenn nach Anschlägen in Niedersachsen auch vor Reisen nach Bayern gewarnt würde. Um diese Entfernung handelt es sich nämlich. Der Süd-Sinai ist nicht nur ein anderes Gouvernement, sondern eine komplett andere "Welt" im Vergleich mit der Gegend um Arish, Rafah und der Grenze zum Gaza-Streifen.
badreddin 07.02.2015
3. Frechheit...
Einfach Dutzende Menschen seitens eines Diktators ohne demokratische Legitamation kaltblütig weg bomben und dann mit der Keule des Islamische Terrors argumentieren. Der Spiegel als kompetente moralische Instantz bietet diesem Schreckensherr auch noch das passende Forum! Ich kann es nicht glauben wie hier Tatsachen geschaffen werden und mit welchen Argumenten hier die moralische Keule geschwungen wird...
:-) 07.02.2015
4.
Schnelle und wirksame militärische Erfolge gegen den IS wären wichtig, um den Zulauf dorthin zu reduzieren. Danach müssten alle Länder, die an der Ausmerzung des IS interessiert sind, dieses Ziel auch mit dem massiven Einsatz von Bodentruppen verfolgen.
nesmo 07.02.2015
5. Wichtiger als die militärische Bekämpfung
der IS und der anderen Dschihadisten ist es die Ideologie des Hasses und ihre Verbreitung zu bekämpfen. Die finanzielle Unterstützung der vielen "Hassgruppen" weltweit, der wachsenden fundamentalistischen Koranschulen und der Duldung dieser Ideologie als Religion. Der Gedanke, dass die Moderne unaufhaltsam in den rückständigsten Regionen Einzug hält und damit notwendig verbunden eine vergrößerte Skepsis gegenüber Religionen, hat sich dort nicht erfüllt, wo die Moderne nicht als Geisteshaltung sondern nur als Technikverbesserung empfunden wurde. Wo starke Traditionen nicht durch eine mit der Moderne verbundene neue Idee ersetzt werden konnten, weil Moderne und Tradition in superreichen Ländern wie Saudi-Arabien sich scheinbar verknüpfen ließen.
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