Anti-IS-Einsätze François Hollande besucht "Charles de Gaulle"

Frankreich fliegt von seinem Flugzeugträger "Charles de Gaulle" Einsätze gegen den IS in Syrien und Irak. Jetzt hat Staatschef Hollande die Piloten vor der syrischen Küste besucht.

Hollande auf der "Charles de Gaulle": Zwei-Stunden-Besuch des Präsidenten
REUTERS

Hollande auf der "Charles de Gaulle": Zwei-Stunden-Besuch des Präsidenten


Frankreich ist im Krieg, sagt Staatschef François Hollande seit der Terrorserie in Paris. Französische Kampfflieger bombardieren Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vom Flugzeugträger "Charles de Gaulle" aus. Den hatte Paris nach den Attacken am 13. November ins östliche Mittelmeer verlegt.

Am Freitag besuchte der Präsident nun die Soldaten auf der "Charles de Gaulle". Seine Visite war für zwei Stunden angesetzt, wie es in einer Mitteilung des Élysée-Palasts am Morgen hieß.

Darin veröffentlichte der Präsidentenpalast auch, dass es im November Aufklärungsflüge der französischen Armee über Libyen gegeben habe. Diese seien vor allem über Sirte vorgenommen worden, einer Hochburg der Dschihadistenmiliz IS in Libyen. Für den Einsatz sei der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" am 20. und 21. November in der Region unterwegs gewesen. Mit den Flügen sollten den Angaben zufolge Informationen über Truppenbewegungen und mögliche Ziele gesammelt werden.

Der Flugzeugträger hat 38 Kampfjets an Bord, damit konnte Frankreich die Zahl seiner Kampfflugzeuge verdreifachen, die in Syrien und im Irak Einsätze gegen den IS fliegen.

Nach den Anschlägen von Paris hat es im November Aufklärungsflüge der französischen Armee über Libyen gegeben. Diese seien vor allem über Sirte vorgenommen worden, einer Hochburg der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Libyen, teilte die französische Präsidentschaft am Freitag mit. Für den Einsatz sei der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" am 20. und 21. November in der Region unterwegs gewesen. Mit den Flügen sollten den Angaben zufolge Informationen über Truppenbewegungen und mögliche Ziele gesammelt werden.

Bei der Trauerfeier für die 130 Todesopfer der Anschläge von Paris hatte Hollande gesagt: "Am Freitag, den 13. November - diesem Tag, den wir nie vergessen werden - ist Frankreich feige angegriffen worden." Weiter sagte er: "In einem in der Ferne organisierten und kaltblütig ausgeführten Kriegsakt hat eine Horde von Mördern im Namen einer wahnsinnigen Sache und eines verratenen Gottes 130 der Unseren getötet und Hunderte verletzt."

Islamistische Angreifer hatten bei Attacken auf die Pariser Konzerthalle Bataclan, eine Reihe von Bars und Restaurants und die Fußballarena Stade de France 130 Menschen getötet und rund 350 weitere verletzt. Zu den Anschlägen bekannte sich die Dschihadistenmiliz IS.

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Bilder der Trauerfeier: Frankreich weint, Frankreich trotzt

heb/dpa/AFP

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