Frankreichs Präsident Hollande kündigt Luftangriffe gegen IS an

Frankreich wird sich an den US-Luftangriffen gegen den "Islamischen Staat" beteiligen. Das hat Präsident François Hollande in einer Pressekonferenz angekündigt. Attacken auf Ziele in Syrien schloss der Staatschef aus.
Präsident Hollande: Frankreich unterstützt Kampf gegen IS

Präsident Hollande: Frankreich unterstützt Kampf gegen IS

Foto: PATRICK KOVARIK/ AFP

Paris - Die USA erhalten bei ihrem Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" Unterstützung aus Frankreich. Staatspräsident François Hollande hat angekündigt, dass sich sein Land an den Luftangriffen gegen die Dschihadisten im Irak beteiligen werde.

Einsatz von Bodentruppen schloss Hollande aus. Ebenso werde sich Paris nur an Angriffen gegen Ziele im Irak beteiligen. "Darüber werden wir nicht hinausgehen", versprach der Staatschef. Er begründete seine Entscheidung mit einer Bitte der Regierung in Bagdad, die um militärische Unterstützung im Kampf gegen die sunnitischen Extremisten gebeten habe. Die ersten Angriffe könnten schon bald geflogen werden, sagte Hollande.

Nicht nur die Region, sondern Europa und die Welt würden durch den IS-Terrorismus bedroht, warnte Hollande. Die internationale Staatengemeinschaft sei angesichts des Terrors der Miliz passiv geblieben, beklagte der Staatschefs vor etwa 350 Journalisten im Elysée-Palast.

IS erobert Dörfer an syrisch-türkischer Grenze

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor angekündigt, dass seine Truppen auch Angriffe gegen IS-Stellungen in Syrien planten. Dort haben die Terroristen ihren Vormarsch weiter fortgesetzt. Am Donnerstag eroberten sie 16 kurdische Dörfer entlang der Grenze zur Türkei.

Die Gegend um Ain al-Arab, die auch unter ihrem kurdischen Namen Kobani bekannt ist, liegt rund 120 Kilometer nördlich von Rakka, der inoffiziellen Hauptstadt des "Islamischen Staats". Die IS-Miliz hat die Dörfer mit Panzern und schwerer Artillerie angegriffen, berichteten Anwohner. Kurdische Einheiten sollen den Angreifern Widerstand geleistet haben, auf beiden Seiten seien Kämpfer getötet worden.

syd/dpa/AFP