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20. August 2014, 18:00 Uhr

"Islamischer Staat"

Frankreich fordert koordinierten Kampf gegen Terrormiliz

"Wir brauchen eine umfassende Strategie": Frankreichs Präsident Hollande will eine Staatengruppe für den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" gründen. Der Uno-Sicherheitsrat soll mit arabischen Ländern koordiniert vorgehen.

Paris - Frankreich will eine internationale Konferenz zum Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak und in Syrien organisieren. "Wir brauchen gegen diese Gruppe eine umfassende Strategie", sagte Präsident François Hollande der Tageszeitung "Le Monde". Die IS-Miliz verfüge über erhebliche finanzielle Mittel sowie äußerst moderne Waffensysteme und bedrohe nicht nur den Irak, sondern auch benachbarte Länder in der Region wie etwa den Libanon.

Einen möglichen Termin für die Konferenz nannte Hollande zunächst nicht. Er werde den Vorschlag für ein Treffen in Kürze den Partnerländern unterbereiten, sagte er.

Teil der Gruppe sollen demnach die ständigen Mitglieder des Uno-Sicherheitsrats sein, also Frankreich, Russland, Großbritannien, die USA und China. Hinzukommen sollen den Informationen zufolge regional vom IS-Konflikt betroffene arabische Länder und Iran.

Der französische Außenminister Laurent Fabius sagte, mit den Partnerländern sollten Pläne entwickelt werden, wie man den IS-Dschihadisten militärisch begegnen könnte. Es gehe darum, den Extremisten die Ressourcen abzuschneiden, sagte Fabius. Zudem müsse der Zulauf zu der Terrormiliz gestoppt werden.

Zuvor hatte die Bundesregierung angekündigt, zu Waffenlieferungen in den Nordirak bereit zu sein. So soll die kurdische Peschmerga-Armee im Kampf gegen die IS-Terroristen unterstützt werden. Auch andere europäische Länder wie Italien hatten Waffenlieferungen angekündigt.

Die sunnitische Extremistengruppe IS hat in den vergangenen Monaten große Teile Syriens und des benachbarten Irak unter ihre Kontrolle gebracht. Die Miliz agiert bei ihrem Vormarsch äußerst brutal, zuletzt erregte sie Aufsehen durch die per Video verbreitete Hinrichtung eines US-Journalisten.

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