Kampf gegen Terrormiliz Irans Präsident erklärt IS für besiegt

Die Führung Irans gibt sich überzeugt, dass die Terrormiliz "Islamischer Staat" am Ende ist. Die "teuflische Herrschaft des IS" sei vorbei, so der Kommandeur der Revolutionsgarden.

Hassan Rohani
AFP

Hassan Rohani


Der iranische Präsident Hassan Rohani hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) für besiegt erklärt. In einer Ansprache im staatlichen Fernsehen verkündete er das Ende des IS.

Der Kommandeur der Revolutionsgarden, Generalmajor Qasem Soleimani, äußerte sich ähnlich. "Die teuflische Herrschaft des IS ist beendet", zitierten ihn iranische Medien. Die vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Miliz habe im Kampf gegen den "Islamischen Staat" eine "entscheidende Rolle" gespielt. Der IS hat zuletzt deutliche Niederlagen im Irak und in Syrien hinnehmen müssen.

Iran hat stets behauptet, dass die Revolutionsgarden im Irak und in Syrien nur militärische Berater seien. Es galt aber auch immer als ein offenes Geheimnis, dass besonders sie auch aktiv an den Kämpfen beteiligt waren. Für den sunnitischen IS haben Irans Schiiten den gleichen Status wie Ungläubige.

Das iranische Fernsehen zeigte jüngst Videos und Fotos von Soleimani, der die Eliteeinheit Quds-Brigaden für ausländische Einsätze leitet. Sie zeigten ihn in der ostsyrischen Stadt Abu Kamal. Dies sei die letzte Stadt der Region, die der Kontrolle des "Islamischen Staates" entrissen worden sei, sagte Soleimani. Mehr als tausend Mitglieder der Revolutionsgarden sollen in Syrien und im Irak ums Leben gekommen sein.

cte/Reuters/dpa



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