Terrormiliz IS reklamiert Anschlag von New York für sich

Der Attentäter von New York soll laut Ermittler dem "Islamischen Staat" nahestehen. Die Terrormiliz behauptet nun, der 29-Jährige sei ein "Soldat des Kalifats".

Gedenken an die Opfer von New York
AP

Gedenken an die Opfer von New York


Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat die tödliche Attacke eines 29-Jährigen auf Radfahrer und Fußgänger in New York für sich reklamiert und den Attentäter als "Soldaten des Kalifats" gefeiert. Das berichtet die auf Überwachung von Islamisten-Seiten spezialisierte Site Intelligence Group und beruft sich dabei auf einen Beitrag der Web-Zeitung "Al-Naba", die dem IS nahesteht.

Der 29-Jährige hatte am Dienstag im Südwesten von Manhattan mit einem gemieteten Pick-up acht Menschen getötet. Am Mittwoch erschien er erstmals vor Gericht. Ihm werden Unterstützung einer Terrororganisation sowie tödliche Gewalt und Zerstörung mit einem Fahrzeug vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Joon Kim. Im Fall einer Verurteilung könne dem 29-Jährigen die Todesstrafe oder lebenslange Haft drohen. In einem Tweet hatte US-Präsident Donald Trump für den Mann die Todesstrafe gefordert.

Nach Darstellung von Staatsanwalt Kim soll der 29-Jährige gestanden haben, die Attacke seit zwei Monaten geplant zu haben. Zudem habe der Mann zugegeben, dass er sich von IS-Videos zu dem Anschlag habe inspirieren lassen. Gerichtsdokumenten zufolge bat der 29-Jährige darum, in seinem Zimmer im Krankenhaus eine IS-Flagge aufhängen zu dürfen.

Trump hat den IS bereits kurz nach der Terrorattacke für die Tat verantwortlich gemacht und verschärfte Sicherheitsüberprüfungen angeordnet. Der Attentäter stammt aus Usbekistan und lebt seit 2010 legal und mit Arbeitsgenehmigung in den Vereinigten Staaten.

Am Donnerstagabend fand am Tatort eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des statt. Dutzende Menschen mit Kerzen liefen die Route ab, die der Attentäter gefahren war.Anschlags statt. Dutzende Menschen mit Kerzen liefen die Route ab, die der Attentäter gefahren war.

aar/dpa

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