IS-Hochburg Syrische Rebellen verkünden Offensive auf  Rakka

Syrische Rebellen haben nach eigenen Angaben mit der Offensive auf Rakka begonnen. Die US-geführte Koalition soll den Sturm auf die Hochburg des "Islamischen Staats" aus der Luft unterstützen.

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Eine kurdisch-arabische Miliz will die Hochburg des "Islamischen Staats" in Syrien zurückerobern und startet eine Offensive. "Die große Schlacht zur Befreiung von Rakka und ihrer Umgebung hat begonnen", heißt es in einer Erklärung der Demokratischen Syrischen Kräfte (SDF), die bei einer Pressekonferenz in Ain Issa verlesen wurde. Demnach werde die US-geführte Militärkoalition den Angriff aus der Luft unterstützen.

Die Rebellen riefen Zivilisten auf, sich in sichere Gebiete zu begeben. Vier Fünftel der teilnehmenden Kämpfer seien als Zivilisten aus Rakka geflohen.

Unterstützt würden die Angreifer auch von den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG), dem bewaffneten Arm der SDF. Die YPG und die SDF sind in Syrien die wichtigsten Verbündeten des Westens gegen die sunnitischen Extremisten des IS. Die Kurdenmiliz beherrscht große Teile der Grenze zur Türkei.

Mit dem Nachbarland gibt es aber einige Spannungen. Ankara will verhindern, dass die Kurden weitere Gebiete unter ihre Herrschaft bringen. Die türkische Armee hatte im August einen Bodeneinsatz mit Panzern in Syrien begonnen. Sie unterstützt damit Rebellen und bekämpft die YPG und den IS. Die SDF-Kommandeurin forderte die Türkei nach Angaben der kurdischen Nachrichtenseite Rudaw auf, sich nicht in syrische Angelegenheiten einzumischen.

Die Offensive auf Rakka, das seit 2014 unter Kontrolle des IS ist, war lange erwartet worden. US-Verteidigungsminister Ashton Carter hatte Ende Oktober erklärt, man sei dabei, die lokalen Kräfte aufzubauen, die den Angriff durchführen würden. Am Sonntag, bevor die SDF ihre Erklärung verlas, hatte Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian gefordert, der Angriff auf Rakka sollte begonnen werden, solange die Offensive auf Mossul noch laufe. Bereits seit Mitte Oktober versuchen irakische Streitkräfte und ihre Verbündeten, die IS-Hochburg im Norden des Irak zurückzuerobern.

SPIEGEL-Redakteur Christoph Reuter über den Syrienkrieg : "Das erinnert an die Zeit des ersten Weltkriegs"

DER SPIEGEL

bim/AFP/AP/Reuters

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Putin-Troll 06.11.2016
1. Jeder gegen Jeden
Sind das jetzt die guten Rebellen, die gegen die bösen Terroristen kämpfen oder die bösen Rebellen, die gegen die guten Terroristen kämpfen? Ist so schwer den Überblick zu behalten.
canizmirli 06.11.2016
2. Gefährlich....
das könnte nun das türkische Militär auf den Plan rufen.
_alexander_ 06.11.2016
3. Irgendwie...
kann ich das Wort "Rebellen" nach all der langen Zeit und dem Wissen über diese "Rebellen" nicht mehr lesen, nicht mehr hören. Aber es müssen ganz sicher ganz gute "Rebellen" sein, sonst würden die westlichen Staaten, unter der Federführung der USA, sie gar nicht mit Geld, Waffen, Manpower und sonstigem unterstützen. Im Übrigen versucht diese Allianz seit inzwischen länger als zwei Jahren Rakka "zurückzuerobern". Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
julianreichelt 06.11.2016
4. So ein Quatsch!
Diese sogenannten syrischen Rebellen, die keinen Deut besser sind als der IS, wollen also mit Hilfe der USA Rakka befreihen. Der Menschen wegen und natürlich nicht, um Einflussnahme entgegen der syrischen Regierung in der Region zu erlangen.
heinz_schmitz 06.11.2016
5.
Spielt es eigentlich für den Spiegel überhaupt keine Rolle mehr, daß ALLE im Artikel hochgejubelten Aktivitäten, also vom Ausland unterstützter "Rebellenmilizen" ebenso, wie Kriegseinsätze der Türkei und der USA AUF SYRISCHEM BODEN gegen JEDES bekannte Völker- und Kriegsvölkerrecht verstoßen? Und wieso wird ein Anfriff auf EINE Stadt (mal Mossul, hier jetzt Rakka) als "Befreiung" gefeiert, während der Angriff auf die Halsabschneider-Milizen, die Ost-Aleppo besetzt halten, und die dem IS in nichts nachstehen, als "Kriegsverbrechen Russlands und Syriens" gegeißelt werden? Hm??
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