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25. Februar 2016, 16:30 Uhr

Neue Studie

So baut der "Islamische Staat" seine Bomben

Sprengsätze gehören zu den wichtigsten Waffen des IS. Nun haben Forscher die Überreste solcher Bomben untersucht und die Herkunft der Bestandteile analysiert. Stoppen lässt sich der Bau wohl nicht.

Eineinhalb Jahre lang haben die Forscher gepuzzelt. Sie sammelten die Überreste der Sprengsätze ein, die der "Islamische Staat" im Irak einsetzte und in der syrischen Stadt Kobane. Danach spürten sie der Herkunft der Teile nach - den Kabeln, den Zündern, den Chemikalien. Sogar den Handys, die mit den Zündern verknüpft waren.

Das Ergebnis hat die "Conflict Armament Research" Forschergruppe, die von der Europäischen Union finanziert wird und sich auf die Lieferrouten von Waffen spezialisiert, nun in einem neuen Bericht vorgestellt.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

Selbstgebaute Sprengsätze sind eine der berüchtigtsten Waffen des IS. Die Organisation setzt sie in großen Stile bei militärischen Offensiven ein, aber auch immer wieder, um die Zivilbevölkerung zu terrorisieren. Am Wochenende starben bei IS-Bombenanschlägen in Syrien mehr als 150 Menschen, viele wurden schwer verletzt.

ras

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