"Islamischer Staat" USA und Türkei wollen syrische Rebellen ausbilden

Washington und Ankara wollen gemeinsam gemäßigte syrische Rebellen unterstützen. Es geht um Ausbildung und Ausrüstung. Dazu haben die beiden Regierungen eine Vereinbarung getroffen.
Kämpfer der Freien Syrischen Armee (Archiv): Schon seit 2012 will Obama die Rebellen gemeinsam mit der Türkei unterstützen.

Kämpfer der Freien Syrischen Armee (Archiv): Schon seit 2012 will Obama die Rebellen gemeinsam mit der Türkei unterstützen.

Foto: Cesare Quinto/ dpa

Moderate syrische Rebellen bekommen offenbar Hilfe aus den USA und derTürkei. Eine entsprechende Abmachung haben beide Länder nun unterzeichnet, hieß es aus der amerikanischen Botschaft in Istanbul. Die Hilfe betreffe Ausbildung und Ausrüstung der Kämpfer. Schon im kommenden Monat könne das Training beginnen.

Ausgebildet werden sollen Hunderte Kämpfer nahe der Stadt Kirsehir. Sie sollen Widerstand gegen die Terrorgruppe "Islamischer Staat" leisten. Türkische Regierungsvertreter sollen auch angedeutet haben, dass die Rebellen sich gegen Baschar al-Assad stellen könnten, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Dies gilt bislang als Streitpunkt zwischen der USA und der Türkei.

Die Amerikaner machen seit langem Druck auf Ankara, sich stärker im Kampf gegen den IS zu engagieren. Der Westen wirft der Türkei vor, bisher nur unzureichend gegen die zahlreichen Dschihadisten vorzugehen, die über ihr Staatsgebiet nach Syrien und in den Irak reisen. Einige Kritiker beschuldigen die Türkei, den angehenden Kämpfern sogar zu helfen. Die Türkei weist diesen Vorwurf zurück.

Die türkische Zeitung "Hürriyet" berichtete unter Berufung auf Geheimdienstkreise, dass "IS"-Terroristen Anschläge auf diplomatische Vertretungen anderer Länder in der Türkei planten.

isa/fab/AP/Reuters