Zwischenfall über der Nordsee Russische Bomber kamen Passagierjet offenbar zu nahe

Das isländische Außenministerium zeigt sich alarmiert: Russische Militärflugzeuge sollen sich über der Nordsee einer Linienmaschine so sehr genähert haben, dass eine Gefahr für die Passagiere bestand.
Russische Tupolev Tu-160 (Archivbild)

Russische Tupolev Tu-160 (Archivbild)

Foto: DPA/ RAF/ CROWN COPYRIGHT

Der Vorfall ereignete sich bereits in der vergangenen Woche, wurde aber erst jetzt bekannt: Island hat sich darüber beschwert, dass zwei russische Kampfflugzeuge im Luftraum über der Nordsee einer Passagiermaschine der Fluggesellschaft Iceland Air zu nahegekommen seien.

Die isländische Zeitung "Morgunbladid" berichtete, es habe sich bei den russischen Maschinen um zwei Bomber vom Typ Tupolev Tu-160 gehandelt. Nach Angaben des isländischen Außenministeriums war das Flugzeug von Iceland Air am vergangenen Donnerstag auf dem Weg von Reykjavik nach Stockholm. Die russischen Maschinen seien lediglich zwischen 1800 und 2700 Metern unterhalb des Passagierjets geflogen. Eine solche Distanz stelle eine Gefährdung für die Passagiere dar.

Ein Sprecher der russischen Botschaft in Reykjavik spielte den Vorfall jedoch herunter. Die Gefährdung sei übertrieben dargestellt worden, wird Alexej Tschadisky von der britischen Zeitung "Guardian" zitiert.

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