Antisemitismus-Vorwurf Israelische Arbeiterpartei bricht Kontakt zu Jeremy Corbyn ab

In Großbritannien sieht sich Labour massiven Antisemitismus-Vorwürfen ausgesetzt. Israels Sozialdemokraten ziehen nun Konsequenzen.
Jeremy Corbyn

Jeremy Corbyn

Foto: HANNAH MCKAY/ REUTERS

Israel gedenkt in dieser Woche der Opfer des Holocausts - und Avi Gabbay hat Jeremy Corbyn einen Brief geschrieben. Der Chef der israelischen Arbeiterpartei "Avoda" hat diesem darin mitgeteilt, dass er den Kontakt mit dem Vorsitzenden der britischen Labour Party einstellt. Der Grund: Corbyn lasse Antisemitismus in seiner eigenen Partei zu.

Unlängst kritisierten jüdische Verbände unter anderem einen Facebook-Kommentar aus dem Jahr 2012, in dem Corbyn den Künstler einer Wandmalerei in London, die wegen antisemitischer Stereotype übermalt werden musste, unterstützt hatte. Dafür entschuldigte sich der Labour-Chef. Er habe sich das Bild vor seinem Kommentar nicht genau genug angeschaut.

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Die Labour-Partei wird seit 2015 immer wieder des Antisemitismus bezichtigt - ebenso wie Corbyn selbst, der damals das Amt als Vorsitzender übernahm. 2016 suspendierte die Partei kurz vor den Regionalwahlen drei Stadträte wegen einer Antisemitismus-Affäre.

dop/Reuters
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