Westjordanland Israelische Armee tötet Palästinenser

Mahmoud Adwan wurde nur 20 Jahre alt, israelische Soldaten haben den Mann im Westjordanland erschossen. Die Armee sagt: Er warf Molotowcocktails auf unsere Truppen. Palästinenser sagen: Er hat nur zugesehen.

Israelische Sicherheitskräfte in Kalandia (Archivbild): Zusammenstöße im Flüchtlingslager
AP/dpa

Israelische Sicherheitskräfte in Kalandia (Archivbild): Zusammenstöße im Flüchtlingslager


Ramallah/Jerusalem - Israelische Soldaten haben bei Zusammenstößen im Westjordanland einen Palästinenser getötet und einen weiteren verletzt. Anwohner des Flüchtlingslagers Kalandia hatten die Armeeangehörigen mit Steinen und Molotowcocktails beworfen. Daraufhin sollen die Soldaten geschossen haben.

Doch zu dem genauen Tathergang gibt es widersprüchliche Aussagen: "Bei dem Schusswechsel wurde ein Terrorist getötet und ein weiterer verwundet und festgenommen", teilte der israelische Militärsprecher Peter Lerner mit. Palästinensische Augenzeugen sagten jedoch, dass der getötete Mahmoud Adwan die Zusammenstöße lediglich vom Dach eines Hauses beobachtet habe, als er tödlich getroffen wurde.

In den vergangenen Wochen haben sich gewaltsame Konfrontationen zwischen Israelis und Palästinensern deutlich gehäuft. Militante Palästinenser verübten in Israel mehrere Angriffe auf Zivilisten, unter anderem auf Passanten und betende Juden in einer Jerusalemer Synagoge. In der vergangenen Woche starb der palästinensische Minister Ziad Abu Ein nach einem Zusammenstoß mit israelischen Soldaten.

syd/Reuters/AP

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.