Ayelet Schaked und Naftali Bennett Rechte Hardliner gründen eigene Partei in Israel

Zwei neue Parteien - in einer Woche: Zwei israelische Spitzenminister haben eine neue rechte Partei gegründet, und auch Ex-Generalstabschef Benny Gantz wird bei den vorgezogenen Wahlen im April antreten.

Ayelet Schaked und Naftali Bennett
ABIR SULTAN/EPA-EFE/REX

Ayelet Schaked und Naftali Bennett


Israel steht vor Neuwahlen, im April soll eine neue Knesset gewählt werden. Seit sich das israelische Parlament aufgelöst hat, bringen sich die Gegner von Premier Benjamin Netanyahu in Stellung.

Am Samstagabend haben zwei prominente Minister der rechten Siedlerpartei "Jüdisches Heim" die Gründung einer neuen Partei angekündigt. Erziehungsminister Naftali Bennett und Justizministerin Ajelet Schaked haben die Bewegung "Die Neue Rechte" gegründet.

Die Partei soll nach ihren Angaben eine Partnerschaft säkularer und religiöser Kräfte sein. Schaked äußerte bei einer Pressekonferenz die Hoffnung, dass das rechte Lager mit ihrer neuen Partei Zugewinne verbuchen kann. Bennett sagte in Anspielung auf Regierungschef Benjamin Netanyahu, das nationale Lager könne nicht "Gefangener einer Person" sein.

Ex-Generalstabschef gründet eigene Partei

Umfragen sehen bislang Netanjahus konservative Likud-Partei vorn. Sie stellt derzeit die stärkste Fraktion im Parlament. Netanyahus bisherige rechts-religiöse Regierungskoalition besteht aus fünf Parteien - darunter auch die Siedlerpartei, die Bennett und Schaked und verlassen haben.

Neben diesen beiden Spitzenpolitikern hat auch Benny Gantz eine eigene Partei gegründet. Der Ex-Generalstabschef will mit der Bewegung "Widerstandskraft für Israel" bei den Wählern punkten. Ersten Umfragen zufolge könnte der 59-Jährige damit Erfolg haben, stärkste Kraft bleibt bislang aber der Likud des in zahlreiche Korruptionsskandale verwickelten Premier Netanyahu.

dop/dpa



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