Israel Netanyahu fordert Todesstrafe für palästinensischen Attentäter

Der Täter soll hingerichtet werden, damit er "nicht mehr grinst": Nach der tödlichen Attacke auf drei Israelis will Premier Netanyahu den palästinensischen Angreifer so hart wie möglich bestrafen.
Benjamin Netanyahu

Benjamin Netanyahu

Foto: Sebastian Scheiner/ AP

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat die Todesstrafe für den palästinensischen Attentäter gefordert, der in einer Siedlung im besetzten Westjordanland vergangene Woche drei Israelis erstochen hatte. Das sagte er bei einem Besuch der Angehörigen.

"Ich habe der Familie gesagt, dass es an der Zeit ist, in schwerwiegenden Fällen die Todesstrafe für Terroristen umzusetzen", schrieb Netanyahu zu einem Video des Besuchs, das er auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte.

Der palästinensische Angreifer hatte am Freitagabend in der israelischen Siedlung einen Großvater und dessen erwachsene Kinder getötet, während die Familie gerade die Geburt eines Enkelkindes feierte. Die Polizei veröffentlichte später Bilder, die einen blutverschmierten Tatort zeigten.

Bisher hat Israel nur in einem Fall die Todesstrafe angewandt: 1962 wurde der deutsche NS-Verbrecher Adolf Eichmann gehängt.

Die Strafe sei bereits im Gesetz verankert, sagte Netanyahu weiter. "Es ist eine einstimmige Entscheidung der Richter notwendig. Seine Einstellung als Ministerpräsident sei es, "dass (der Täter) im Fall eines so verabscheuungswürdigen Mordes hingerichtet werden muss - damit er nicht mehr grinst".

Schon zuvor hatten Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und Bildungsminister Naftali Bennett diese Form der Strafe gefordert.

mho/dpa/AFP
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