Vor Neuwahlen Israels Ex-Ministerpräsident Barak gründet neue Partei

Vor 20 Jahren folgte Ehud Barak als Israels Ministerpräsident auf Benjamin Netanyahu. Heute ist er 77 Jahre alt und will Netanyahu bei den Neuwahlen aus dem Amt drängen - mit einer neuen Partei.

Ehud Barak sagt, Israel habe noch nie so "dunkle Tage" erlebt wie derzeit
Jack Guez/AFP

Ehud Barak sagt, Israel habe noch nie so "dunkle Tage" erlebt wie derzeit


Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Barak will mit einer neuen Partei in die Parlamentswahl im September ziehen. Damit solle Regierungschef Benjamin Netanyahu aus dem Amt gedrängt werden, sagte Barak in Tel Aviv. Der 77-Jährige warf Netanyahu "korrupte" Machenschaften vor und sagte, Israel habe noch nie so "dunkle Tage" erlebt wie derzeit. Der Name der neuen Partei soll in zwei Wochen vorgestellt werden.

Barak hatte Netanyahu 1999 als Regierungschef abgelöst. Zwischen 1997 und 2001 führte er Israels Arbeiterpartei. Zwischen 2009 und 2013 war der frühere Generalstabschef dann unter Netanyahu Verteidigungsminister, bevor er sich aus der Politik zurückzog.

Netanyahu war nach Parlamentswahlen im vergangenen April mit einer Regierungsbildung gescheitert. Das Parlament stimmte deswegen im Mai für seine eigene Auflösung und für vorgezogene Neuwahlen am 17. September.

Am Dienstag sagte Parlamentspräsident Juli Edelstein allerdings, er erwäge eine Absage der Neuwahlen. Netanyahu begrüßte das ausdrücklich. Sein wichtigster Rivale Benny Gantz wies solche Überlegungen dagegen entschieden zurück. Es gebe "keinen Weg zurück".

aev/AFP



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