Anschlagspläne Attentat auf Israels Außenminister im Sommer vereitelt

Militante Palästinenser wollten während des Gaza-Kriegs offenbar Avigdor Liberman töten. Dafür hatten sie bereits die Fahrtrouten des israelischen Außenministers ausgekundschaftet, berichten israelische Medien.

Der israelische Außenminister Avigdor Liberman (Archiv) bei der Klagemauer: Fahrtrouten ausgekundschaftet
AFP

Der israelische Außenminister Avigdor Liberman (Archiv) bei der Klagemauer: Fahrtrouten ausgekundschaftet


Tel Aviv/Hamburg - Während des Gaza-Krieges wollten sie offenbar eine Panzerfaust kaufen, dem israelischen Außenminister Avigdor Liberman auflauern und ihn töten - doch der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet kam ihnen dazwischen. Nach israelischen Medienberichten wurde der Anschlag bereits im Sommer vereitelt. Eine Gruppe militanter Palästinenser habe nahe Bethlehem im Westjordanland geplant, das Auto des Ministers zu beschießen, hieß es unter Berufung auf Schin Bet.

Dazu seien unter anderem die Fahrtrouten des Politikers ausgekundschaftet worden. Liberman lebt in einer jüdischen Siedlung im Westjordanland, das zum palästinensischen Autonomiegebiet zählt.

Wie die Zeitung "Haaretz" berichtete, wurden in den vergangenen Wochen mehrere Verdächtige verhaftet, darunter ein führender Hamas-Aktivist. Sie wurden demnach nun vor einem Militärgericht angeklagt.

In Israel und den Palästinensergebieten war es in den vergangenen Wochen zu Ausschreitungen und auch zu einer Serie von Anschlägen gekommen. Am Dienstag hatten zwei Palästinenser bei einem Anschlag in einer Synagoge in Jerusalem fünf Menschen getötet, bevor sie erschossen wurden. Die israelische Armee kündigte den Familien der beiden Attentäter am Donnerstag die Zerstörung ihrer Häuser binnen 48 Stunden an.

brk/dpa



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