Angriff aus dem Gazastreifen IS-Anhänger feuern Raketen auf Israel ab

Militante Unterstützer des "Islamischen Staates" haben mehrere Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Die Armee reagierte mit Luftangriffen auf die Hamas. Die Miliz wirft den IS-Anhängern vor, einen neuen Krieg zu provozieren.

Im israelischen Grenzgebiet zum Gazastreifen sind mehrere Raketen eingeschlagen. Die Geschosse landeten in unbewohntem Gebiet, verletzt wurde niemand.

Zu dem Angriff bekannte sich die "Scheich-Omar-Hadid-Brigade", eine Gruppe von militanten IS-Anhängern im Gazastreifen, die erst vor einigen Tagen erstmals in Erscheinung trat. Die Angreifer sprachen von drei Raketen, die man auf Israel abgefeuert habe.

Mit dem Beschuss reagiert die Brigade laut Bekennerschreiben auf den Mord an Younes al-Hunr, einen salafistischen Prediger und IS-Sympathisanten im Gazastreifen. Hamas-Milizionäre töteten den Mann am Dienstag. Sie warfen ihm vor, Anschläge auf die Hamas geplant zu haben.

Die "Scheich-Omar-Hadid-Brigade" beschuldigt die Hamas der Kollaboration mit Israel. Sie wirft der Führung im Gazastreifen vor, sie habe Hunr umgebracht "um den Juden einen Gefallen zu tun". Die IS-Sympathisanten setzten der Hamas nach der Tötung Hunrs ein Ultimatum von 48 Stunden, um die Kampagne gegen die Salafisten zu stoppen.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die IS-Anhänger Raketen auf Israel abgefeuert. In ihrem aktuellen Bekennerschreiben, das die Gruppe via Twitter verbreitete, kündigten sie weitere Angriffe an: "Wir werden unseren Dschihad gegen die Juden und Feinde Gottes fortsetzen und niemand kann uns davon abhalten", hieß es.

Israel macht trotzdem die Hamas für den Raketenbeschuss verantwortlich. Die Armee bombardierte mehrere Stützpunkte der Kassam-Brigaden, dem bewaffneten Arm der Hamas. Ein Sprecher der Miliz sagte, bei den Luftangriffen sei niemand verletzt worden, weil man die Ziele rechtzeitig geräumt habe. Er warf den IS-Sympathisanten vor, sie wollten einen neuen Krieg mit Israel provozieren.

syd/AP/Reuters
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